Weltreise planen – Woche 12: Die Rückkehr

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WOCHE 12: Die Rückkehr

“Rückkehr ist am schönsten als Heimkehr des Gereiften.” – Peter Horton 

Alles hat ein Ende, nur die Wurst hat zwei! So auch unsere Reise, aber wann, wie und vor allem wo ist noch offen und wird sich ergeben. Die letzte Heimkehr von Kristin war vor fast 7 Jahren aufgrund eines Jobs, in dem sie noch heute arbeitet. Steven hat sein Heimatdorf noch nie wirklich verlassen müssen, denn es liegt günstig zwischen Potsdam und Berlin. Und nur so haben wir uns kennengelernt und können jetzt gemeinsam starten. Aber wieso setzen wir uns vor der Reise schon mit der Rückkehr auseinander? Weil wir gern vorbereitet sind, wie ihr in den letzten Wochen vielleicht schon festgestellt habt. Was wird uns zuhause erwarten? Und wo wird zuhause sein? Heimat bleibt Heimat, aber “home is where your heart is” (oder doch lieber “home sweet motorhome”?). Wird es wieder die alte Heimat werden oder finden wir in der Welt einen neuen Platz, an dem wir länger bleiben wollen, weil es uns dort gut gefällt oder wir eine neue Berufung finden?

Auf Reisen sind wir niemand 
und wir können sein, wer wir wollen.
Tabula Rasa - Neuanfang 
Zuhause sind wir jemand 
und haben unsere Rollen. 
Doch ist das noch von Belang?

Wir werden uns verändern, werden uns weiterentwickeln, wir werden vermutlich als andere Menschen zurückkehren. Doch wie wird der Vorher-Nachher-Vergleich ausfallen? Vielleicht haben wir eine neue “Sprache” gelernt, die zuhause nicht alle verstehen? Werden wir noch die gleichen Interessen und Ansichten wie unsere Freunde haben? Wollen wir wieder im selben Ort wohnen? In den gleichen Jobs arbeiten? Während unserer Reise bekommen wir sicherlich einen guten Blick “von außen” auf unser altes Leben und werden erkennen, was wir behalten, ändern oder auch aufgeben wollen. Wir wollen etwas Neues wagen und sind offen für Veränderungen. Noch ist alles ungewiss. Alles kann, nichts muss. Die Zukunft wird es uns zeigen. 

Nur eines ist uns jetzt schon klar: Nach der langen Zeit des Reisens wird es ungewohnt sein. Also planen wir vor der neuen Sesshaftigkeit noch etwas Zeit zur Akklimatisierung ein. Wikipedia definiert Sesshaftigkeit wie folgt: “Als Sesshaftigkeit wird das dauerhafte oder zumindest langjährige Wohnen an einem Ort bezeichnet, der als Siedlung bezeichnet wird. Der Grad der Sesshaftigkeit ist abhängig von der Verfügbarkeit der Nahrungsressourcen.” Das ist schon mal gut, dann sind wir also nicht gleich für die Ewigkeit gebunden. Das nimmt uns vorab schon mal den Druck, den perfekten Ort finden zu müssen. Dieser kann also auch zeitlich begrenzt sein. 

In dieser Phase der Akklimatisierung müssen wir uns sicherlich erst einmal wieder an das “normale” Leben gewöhnen, da man auf Reisen viel mehr in seiner eigenen Welt lebt, dort andere Themen in den Vordergrund rücken und auch andere Regeln gelten. Abwechslung wird wohl am Anfang helfen und etwas in Erinnerungen schwelgen. Diese vielen Eindrücke müssen verarbeitet werden und wie macht man das am besten? – Man erzählt darüber. Und das vorzugsweise bei einem (anti-)alkoholischen Getränk und Lagerfeuer. Nur was sagen wir, wenn wir nach unserer Reise gefragt werden? Wie kann man diese ganzen Eindrücke kurz zusammenfassen? – нормальна [normalʹna]! Wir mögen diese russische Antwort. Nicht gut, nicht schlecht. Oder wie das schwedische “lagom” – genau richtig. Denn diese Reise und das damit verbundene Leben war ja für uns die letzte Zeit “normal”. Vielleicht werden wir auch gar nicht so häufig gefragt, weil durch Social Media doch jede*r zumindest etwas mitbekommen haben wird? Aber wie gehen wir damit um? Vermutlich löst es wieder Fernweh aus. Das bekommen wir ja relativ schnell. Kann Fernweh eigentlich jemals gestillt werden oder flammt es immer wieder auf, egal wie lange man vorher unterwegs war? So wie nach dem ersten Tattoo? Ist nach der Reise vor der Reise? Nach unserem letzten Roadtrip zum Nordkap(p) hat es leider kein Vierteljahr gehalten. Also sollte uns am besten nicht so rasch das Geld ausgehen, damit wir nicht wieder vorschnell mit Hemd und Lackschuh täglich aus dem Speckgürtel in die Landes-(Vor-)Hauptstadt ins Büro fahren müssen.

Wie lange seid ihr unterwegs gewesen? Wie habt ihr euch nach eurer Rückkehr gefühlt? Habt ihr noch Tipps gegen Fernweh oder zur Akklimatisierung zurück in Deutschland? Schreibt es gern in die Kommentare. Wir freuen uns auf eure Antworten.

15 Kommentare zu „Weltreise planen – Woche 12: Die Rückkehr

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  1. … so vergeht die Zeit… Wann geht es bei Euch los? Berichtet Ihr ausschließlich über diesen Blog oder auch über instagram z.B.?
    Eine meiner Schülerinnen hat direkt nach Ihrem (sehr erfolgreichen) Erzieherabschluss ihre Weltreise gestartet und uns über instagram daran teilhaben lassen… Das war großartig.
    Alles Gute für Euch! 🙂
    Cornelia

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    1. Liebe Cornelia,
      ganz so schnell geht es dann (leider) doch nicht. Erstmal den Master zu Ende machen und etwas sparen wäre auch nicht ganz schlecht. 😅🤑 Aber ja, wir haben nicht nur das Blog hier, sondern berichten auch bei Facebook und Instagram. Danke und VG, Steven und Kristin

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  2. Ich habe mal eine Fahrradreise in Irland gemacht. Nachdem ich auf dieser Reise rund um die Uhr draußen gewesen war, kam ich mir in geschlossenen Räumen richtig eingesperrt vor. Zu Hause brauchte ich eine ganze Weile, um wieder in den Alltag zurückzufinden. Der Witz: Ich war nur zehn Tage unterwegs!

    Der Entfremdungseffekt hängt wohl nicht zwangsläufig von der Dauer der Reise ab, eher davon, was unterwegs geschehen ist, wen man getroffen hat (vielleicht auch nur sich selbst?), wie weit weg von den eigenen Gewohnheiten man war. Das lässt sich nicht vorhersagen. Dass ihr genau dort weitermachen werdet, wo ihr Monate zuvor aufgehört habt, kann ich mir eher nicht so vorstellen. Egal wie lange und wie die Akklimatisierung ausfällt, der Horizont ist immer geweitet nach einer Reise – und das macht es ja auch so toll.
    – Ich genieße es übrigens sehr, statt zu reisen zumindest über das Reisen nachzudenken, wenn ich eure Beiträge lese. Vielen Dank! LG Katharina

    Gefällt 1 Person

  3. Liebe Kristin,

    das hast du schön zusammengefasst. Omi und Opi sehen auch sehr glücklich aus auf den Fotos, denn ihnen lag die Welt zu Füßen und sie tut es immer noch. Bald wird es wieder gehen, das Reisen und ihr zwei seid mir nichts, dir nichts on the road. Vergesst nicht, viele Postkarten zu schreiben und zwar in jeder Sprache, die ihr unterwegs dazugelernt habt. 😉

    LG,

    Ariane

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  4. Liebe Kristin,
    als ich ein Jahr im WoMo unterwegs war, hatte ich mir keine Gedanken vorher gemacht, wie die Rückkehr wohl aussehen könnte. Das war ein Fehler!
    Ich mochte meine Wohnung nicht mehr: zu groß. Ich mochte diesen ganzen Nippes nicht mehr: zu viel. Ich mochte erst einmal meine Nachbarn nicht mehr: zu sehr egomäßig und viel zu laut. Ich mochte meine Kolleginnen* erst einmal nicht mehr, sie hatten null Interesse an dem, was ich erlebt hatte.
    Die Liste lässt sich fortsetzen.
    ABER: Ich bin wieder in meiner Wohnung angekommen, freue mich an den herumliegenden Erinnerungen, schwatze gerne mit meinen Nachbarinnen* und bin sehr glücklich, dass ich ein jahr auf eigene Faust unterwegs war. Schließlich habe ich Motorradfahren gelernt!
    Mein Fazit: Das Ankommen dauerte etwas länger, als das Abfahren…
    Liebe Grüße,
    Maren

    Gefällt 2 Personen

  5. Liebe Kristin,
    huch denke ich erst, Rückkehr? Aber Ihr hat recht. Es ist gut, darüber nachzudenken wie es sein könnte. Und Ihr habt Erfahrung aus Euren bisherigen Reisen. Ich bin wirklich gespannt, wie es Euch ergehen wird, wenn Ihr aufbrecht. Werdet Ihr weiterbloggen, so dass ich ein bißchen mitreisen kann?
    Bettina

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  6. Liebe Kristin,
    da wäre mir Eure Rückkehr doch glatt durch die Lappen gegangen. 😉 Gelesen hatte ich den Beitrag bereits, aber aus den Augen sollte nicht unbedingt aus dem Sinn sein, gelle? 😀 Sehr coooles Pic, Ihr seht im Alter immer noch sehr „f(r)esh“ aus. 😉 Und getreu dem Motto, nach der Rückkehr ist vor dem nächsten Ausflug wünsche ich Euch ganz ganz viele neue Erfahrungen, egal wie die Welt sich weiterdreht, die Ihr zurückgelassen habt, denn die gesammelten Erfahrungen kann Euch keiner mehr nehmen – auch wenn es glücklicherweise noch ein wenig dauert und Ihr uns hier erhalten bleibt und wir uns hoffentlich bald real wieder sehen dürfen.
    Und wer weiß, vielleicht gründet Ihr nach Eurer Rückkehr eine Kommune, tanzt halbbekleidet ums Feuer, singt Lieder in anderen Sprachen und malt Eure Namen in den Sand. Ich würde Euch besuchen kommen. 😀
    Liebe Grüße,
    Katrin

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    1. Liebe Katrin,
      danke, dass wir dir nicht „aus dem Sinn“ waren. 😎 Und danke auch für deine Wünsche, hoffentlich können wir das alles in nicht allzu ferner Zukunft umsetzen.
      LG, Kristin
      P.S. Einige von den Sachen mache ich jetzt schon. (Ist jetzt deiner Fantasie überlassen welche davon)🤣😉😎

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      1. Liebe Kristin,
        ich hatte ganz vergessen zu erwähnen, dass ich ja dann nicht nur besuchen werde, sondern ebenso meinen Namen in den Sand stampfen möchte. Vielleicht kann ich vorher noch ein paar Vögeln ein paar Federn klauen, dann wedel ich im Takt dazu. 🤣 Ich fühle mich jetzt schon fantastisch angeregt. 😉 Glücklicherweise seid Ihr ja noch da, also bitte erst nach dem Studium, es braucht noch ein wenig Austausch und Vorbereitung, insbesondere für die Kommune. 😎
        LG Katrin

        Gefällt 1 Person

  7. Liebe Kristin, wie klug, sich schon im Vorhinein Gedanken um das Zurückkommen zu machen, ist es doch nicht einfach, sich nach dem Wegsein wieder zurechtzufinden. Ich finde das ist vor allem so, wenn man ziemlich autark unterwegs war und ein wirklich anderes Leben geführt hat. Eure Bilder gefallen mir sehr! … und natürlich habe ich mir dieses schwedische Wort sofort aufgeschrieben, für meine nächste Reise oder Auszeit oder …. 😉, liebe Grüße, Dorothee

    Gefällt 1 Person

    1. Liebe Dorothee,
      ja, da hast du völlig Recht. Wir sind auch schon gespannt, wo der Wind uns nach der Reise hinträgt. Und „lagom“ kannst du eigentlich für alles in Schweden benutzen. 😂❤️😎 Många hälsningar, Kristin

      Gefällt 1 Person

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