Weltreise planen – Woche 9: Kommunikation auf Reisen

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WOCHE 9: Kommunikation auf Reisen

„Es gibt kein sichereres Mittel festzustellen, ob man einen Menschen mag oder nicht, als mit ihm auf Reisen zu gehen.“ – Mark Twain

In der heutigen Woche 9 beschäftigen wir uns mit dem Thema “Kommunikation auf Reisen” und wie wohl das dauerhafte Reisen zu zweit auf engstem Raum sein mag. 

Kommunikation auf Reisen

Wir wissen jetzt noch nicht genau, wann wir wo wie lange sein werden und wie dort jeweils die technischen Voraussetzungen sein werden, doch wir sollten uns schon mal ein paar grundsätzliche Gedanken darüber machen, wie wir mit den Daheimgebliebenen wie Familie oder Freunde kommunizieren wollen? Nehmen wir einfach unsere Smartphones mit, kaufen wir etwas Günstigeres für unterwegs oder gar robuste Outdoor Handys? Oder vielleicht doch ein teures Satellitentelefon (ab 665 € aufwärts) für die ganz abgelegenen Orte? Besorgen wir uns eine internationale SIM-Karte oder kaufen wir lokale SIM-Karten im jeweiligen Land? Der Nachteil von lokalen SIM-Karten wäre, dass wir ständig neue Nummern hätten, was allerdings für die meisten Messenger-Dienste eigentlich keine Rolle spielt.

Einen Zugang zum Internet, WLAN oder Hotspots wird es in vielen Ländern sicherlich in Cafés, Kettenunternehmen, Hotels, Bibliotheken oder Universitäten geben. Fast wie selbstverständlich kann man heutzutage weltweite, kostenlose Hotspots auch mit digitalen Spürhunden finden – denn auch hierfür gibt es verschiedene Apps und Seiten mit Hotspot-Finder. Nützlich hierfür ist unser WLAN-Router mit zusätzlichen Antennen (mit Magnetfuß) zur Verstärkung, mit dem wir dann unseren eigenen Hotspot aufmachen können und der uns schon so manches Mal Internet beschert hat, wo es ohne Verstärkung sonst keines für uns gegeben hätte. 

So werden wir sicherlich in (un)regelmäßigen Abständen E-Mails schreiben und beantworten oder ab und zu sogar Videotelefonie mit der Familie machen können. Daneben wollen wir natürlich unseren Reise-Blog mit spannenden Reiseberichten füttern, Fotos oder Videos auf unseren Kanälen hochladen, je nachdem, ob wir damit auch etwas Geld verdienen wollen bzw. können.  

Eine (?) Sprache lernen während der Reise

Da wir nicht wie einige andere deutsche Urlauber*innen permanent davon ausgehen, dass die ganze Welt deutsch spricht und uns versteht, wenn wir nur laut genug reden, haben wir uns bisher immer vorher die wichtigsten Wörter und Sätze in die jeweilige Landessprache übersetzt. Hier gibt es natürlich auch viele praktische Apps oder Translator für unterwegs. Die Einheimischen freuen sich auch sehr darüber, wenn sie merken, dass wir Respekt zeigen und bemüht sind, ihr Land, ihre Kultur und ihre Sprache kennenzulernen. Im Übrigen kann es auch beim Tanken, Geld abheben, Einkaufen oder bei den Öffnungszeiten ganz hilfreich sein. 

Die häufigsten Sprachen, die auf einer Weltreise gelernt werden, sind Englisch und Spanisch. Wir haben beide einen Russisch-Kurs an der Volkshochschule gemacht, weil wir es in der Schule nicht hatten und wir denken, dass wir schon etwas weiter kommen, wenn wir zumindest die kyrillische Schrift lesen und dann übersetzen können. Mit dem Hintergrund einer Weltreise macht so ein Sprachkurs zuhause auch gleich viel mehr Spaß. Zudem nutzen wir täglich eine kostenlose Sprachlern-App, in der wir öfter zwischen Englisch, Russisch, Spanisch und Schwedisch wechseln. Unsere Synapsen im Gehirn freuen sich. 

Wir denken, dass wir auch vor Ort den einen oder anderen Sprachkurs machen oder sogar ein paar Privatstunden nehmen können. Wir hoffen, dass es uns durch den direkten Gebrauch des Gelernten bei der praktischen Anwendung in alltäglichen Situationen leichter fällt, die Sprache zu erlernen. Wir haben auch schon vom Prinzip des “Travelling Classroom” gehört, wo man das Sprache lernen mit dem Reisen verbindet. Da wird der Lehrende gleichzeitig zum Reiseführenden. Zudem können Auslandserfahrung, Sprachkenntnisse und interkulturelle Kompetenz für unseren weiteren Lebensweg nur hilfreich sein. 

Ein Reisetagebuch führen

Das Reisen durch andere Länder und Kulturen wird unseren Horizont erweitern und uns sicherlich das ein oder andere Mal auch zum Nachdenken anregen. Wir werden so viel erleben, was wir auf irgendeine Art und Weise festhalten wollen (Text, Fotos, Videos). Wir haben auf unseren bisherigen Touren schon gemerkt, dass es fast unmöglich ist, jeden Tag so lebhaft in Erinnerung zu behalten, wenn wir täglich so viel Neues und Schönes erleben. Ein Reisetagebuch zu führen, gibt uns die Möglichkeit, alle Eindrücke und Erinnerungen zu konservieren, um später darüber zu philosophieren oder sie wieder in unser Gedächtnis zu rufen. Da wir sicherlich nicht täglich Internet zur Verfügung haben und bloggen werden, halten wir jeden Tag zumindest in wenigen Stichpunkten handschriftlich fest. Dafür haben wir bereits ein eigenes Roadbook kreiert und produziert. 

Reisen zu zweit auf engstem Raum

Was sollen wir tun, wenn uns mal die Decke auf den Kopf fällt? Gerade Kristin braucht ab und zu ihren Freiraum und auch mal etwas Zeit für sich. Nach ein paar Jahren Ehe weiß Steven das inzwischen und geht öfter auch mal allein wandern, joggen oder Rad fahren, wenn wir unterwegs auf Reisen sind. Bei gutem Wetter werden wir uns viel im Freien aufhalten, doch mit länger anhaltenden Schlecht-Wetter-Phasen müssen wir auch rechnen. Aber wie werden wir die Konflikte zwischen uns lösen? Das Wichtigste ist wohl eine ehrliche und wertschätzende Kommunikation. Wir müssen Konflikte und Streitigkeiten sofort lösen, da wir uns nicht aus dem Weg gehen können. Wir sind gespannt, ob wir das gut hinbekommen und uns immer wieder versöhnen werden. Wir haben auch schon von Paaren gehört, die sich auf längeren Reisen getrennt haben wegen andauernder Meinungsverschiedenheiten, weil eine*r starkes Heimweh durch einen Kulturschock bekommen hat oder die Realität sich anders darstellt als in ihren Vorstellungen. Quarantäne, Lockdown und Homeoffice sind allerdings schon gute Übungen für ständiges Beisammensein.   

Habt ihr noch Tipps zur Kommunikation auf Reisen für uns? Habt ihr unterwegs eine Sprache gelernt? Was macht ihr bei dicker Luft? Schreibt es uns gern in die Kommentare. Wir freuen uns auf eure Antworten. 

14 Kommentare zu „Weltreise planen – Woche 9: Kommunikation auf Reisen

Gib deinen ab

  1. Ihr Lieben,
    wie seid ihr mit der russischen Sprache zurecht gekommen? Hat der Kurs etwas gebracht? Ich habe auch darüber mal nachgedacht, weil unser Sohn sich jetzt ab Sommer für Russisch als zweite Fremdsprache entschieden hat und keiner von uns das je gelernt hat…
    Ansonsten hat uns bei unseren Reisen Englisch und etwas Spanisch und natürlich Deutsch, sowie ordentliches Handundfuß meist gereicht. (Aber wir sind auch nie allzu weit ab von Schuss gewesen.) Lustig ist, dass wir us früher über die Kommunikation nie Gedanken gemacht haben – es lief per Postkarte oder per Telefonkarte in den Telefonzellen – einmal pro Woche mussten wir ein Lebenszeichen geben. Hatte was… kann man sich heute kaum noch vorstellen.
    Viele Grüße, Sara.

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    1. Привет Сара, как у тебя дела? Большое спасибо за твой ответ. Привет из Штансдорфа. Um sich das Tor zur Geheimschrift zu öffnen und so neue spannende Kulturen im Osten kennenzulernen, können wir es ganz klar empfehlen, es anzugehen. Klar hinsichtlich der Konjugation und Deklination (mit 6 Fällen) ist es schwieriger als z.B. Spanisch, aber das kann man auch später noch einmal leichter erlernen. Большой привет, Стивен и Кристин

      Gefällt 2 Personen

      1. wie geil, ich kann es noch lesen. aber auch kein wunder bei 7 jahren russischunterricht und dann auch noch als leistungskurs am gym. aber ich hätte geschrieben dorogaja sara, spacibo sa twoje pismo, so wie ich früher an meine russischen „Brieffreunde“ schrieb. 😉 nun, ich begebe mich wieder in die versenkung, weil aufgrund des nicht redens und schreibens, ist leider leider nicht mehr viel hängen geblieben in diesen meinigen gehirnwindungen. s uwaschenjem, katrin 😉

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  2. Hej ihr zwei Globetrotter,

    also was das Internet angeht bin ich mir sicher, dass ihr es schwer haben werdet ecken zu finden an denen das Netz noch schlechter ist als hierzulande. Es gibt Länder die wir in kolonialer Großkotzigkeit immer noch als Länder der „dritten Welt“ bezeichnen, die eine stabilere Verbindung anbieten können als Deutschland. Nicht mal in Berlin hat man überall Empfang, im OSZ Recht in Charlottenburg zum Beispiel kann man nicht mal telefonieren!
    Was die Sprachen angeht denke ich auch dass ihr im osten mit Russisch viel weiterkommen werdet und den Rest der Welt erobert ihr mit Englisch und Spanisch.
    Bis bald mal wieder!

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    1. Olá Ralph, da hast du Recht. Sogar im tiefsten Lappland hatten wir Spitzen-Empfang. Genau, wir als „Großmacht“ warten weiterhin auf ein Ende der Pandemie, um dann weiter zu machen, wie zu vor, anstatt die Digitalisierung besser aufzustellen. Vielleicht können wir ja in 20 Jahren von anderen Ländern berichten und Deutschland wieder nach oben verhelfen. Marty McFly würde sein 2020 nicht erkennen, wirkt immer noch wie 1980. 😅🙈
      Queridas saudações, S. & K. A.

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  3. Hej, hej Ihr Beiden,
    wie ist diese Sprachlernapp von Duolingo? Bisher habe ich Babbel mal kurz ausprobiert, aber aus irgendwelchen Gründen wieder über Bord geworfen, dabei wollte ich doch meine rudimentären Englisch-Kenntnisse wieder aufrüsten.
    Kommunikation und Freiraum, zwei sehr wesentliche und große Aspekte auch für mich, wenns rappelt, sollte sich ausgesprochen werden, vielleicht nicht direkt, das geht meist daneben, weil noch zu sehr emotional aufgeladen, aber definitiv später, wenn man für sich selbst vielleicht auch reflektiert hat, warum es gerappelt hat, was der Auslöser war, wo lag die Ursache und dann in Ruhe darüber reden. Und gaaaaaaaaaaanz wichtig, Freiraum und in Ruhe lassen, zumindest bei mir, manchmal hab ich so Launen, da ist mit mir nicht gut Kirschen essen, deshalb bin ich für meinen Freund auch die Zicke (kann ich mit leben, er ist der Idiot ;-), aber meiner), dann möcht und brauch ich einfach meine Ruhe, bis die Laune wieder abgeebbt ist. Wer da in die Quere kommt, holllallla.
    Kleiner Tipp, lediglich in der ehemaligen Sowjetunion dürftet Ihr mit russisch weiter kommen, Polen, Tschechien, andere „Ostblockstaaten“ haben die Vormachtstellung der Sowjets nicht vergessen und vermeiden es, russisch zu reden, auch wenn es mal Pflicht war. Diese Erfahrung habe ich machen müssen, als ich mit Russisch glänzen wollte, das ging schief nach hinten los. Englisch funktioniert in den meisten Fällen sehr gut, Hände und Füße auch. 😀 In Frankreich hat sich bewährt, wenigstens ein paar Brocken Französisch einzuwerfen, die sind einfach zu nationalstolz, wobei da auch nicht alle über einen Kamm zu scheren sind, wie überall.
    So, Ihr Weltenbummler in Spe, ich wünsche Euch einen guten Tag, trotz Kälte, brrrrrrr,
    Liebe Grüße
    Katrin

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    1. Liebe Katrin,
      wir können Duolingo nur empfehlen. Du kannst in der kostenlosen Version sehr viel machen und es gibt viele Sprachen zur Auswahl. Wir nutzen sie seit über 2 Jahren täglich und wechseln zwischen Englisch, Schwedisch, Spanisch, Russisch, Französisch, Norwegisch usw. 😊💪🏿 Aber wir können definitiv besser Englisch und Französisch als Russisch. 😅 Vielen Dank auch für deinen Kommentar zu Kommunikation und Freiraum und dein Tipp, sich erstmal etwas in Ruhe zu lassen, ist auch sehr gut, denn Steven ist Sternzeichen Widder und sagen wir mal sehr „impulsiv“ 🤣 Aber das Gute daran, so schnell wie die Emotionen hochkochen, flauen sie bei ihm auch wieder ab. Bei mir dauert das deutlich länger. Danke und LG, Kristin

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  4. Hey ihr, ich kann Ralph zustimmen. Wo immer ich selbst unterwegs war oder wenn ich als Zuhausegebliebene auf Nachrichten aus der Ferne wartete – die Netzabdeckung ist eigentlich fast überall besser als bei uns … Auch Video Calls funktionierten immer problemlos, auch aus – aus dieser Perspektive – abgelegenen Winkeln der Erde. Was das betrifft, sind wir nicht verwöhnt.
    Was ich aber auch dringend mal loswerden wollte: Mir machen eure Illustrationen so einen Spaß, die sind so toll! Hola Amigo, ich lach mich wech! Nicht nur hier, sondern auch in den anderen Beiträgen. Wunderbar. Keep them coming! : )))
    Liebe Grüße
    Katharina

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  5. Liebe Kristin, das mit dem Russischen ist eine sehr gute Idee. Meine Tochter hat das als Drittsprache gewählt und ich bin wg. des Schriftbildes völlig abgehängt. Gut finde ich eure Gedanken, euren Austausch über eure Kommunikation während der Tour. Für mich klingt Ihr gut gerüstet. Bettina

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    1. Liebe Bettina, danke für deinen lieben Kommentar. Kann dir dann jetzt deine Tochter das Schriftbild nicht beibringen? Es ist wirklich wie eine Geheimschrift lernen. Wir haben da so eine gute Übersicht mit Eselsbrücken in einem kleinen Büchlein gefunden (https://amzn.to/3b964AG). So kann man sich die einzelnen Buchstaben wirklich gut merken. LG, Kristin

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  6. Liebe Kristin, lieber Steven,
    ich bin das erste Mal auf eurem Blog, wohl auch, weil mir eure Professionalität so einen Respekt eingeflösst hat. Ihr seid mit eurem Vorhaben, eine Weltreise vorzubereiten und durchzuführen, so sicher, dass auch so einer wie ich, der noch nicht weit rumgekommen ist in dieser Welt, zum Schluss unseres Studienprojektes doch nicht umhin kommt, sich da reinzulesen. Ihr sprüht so voller Leidenschaft, dass man glatt neidisch werden könnte. Vor allem kommt ihr als Paar so gut rüber, dass ich sicher bin, dass ihr auch in schlechten Momenten miteinander klar kommen werdet. Ich wünsche euch auf jeden Fall alles Gute bei eurer Erkundung der Welt.
    Holger

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    1. Lieber Holger,
      vielen Dank für dein Lob. Das macht uns ja etwas sprachlos, zu professionell für andere Leser. 😲 Wir wollten keinen abschrecken, hatten nur schon etwas Vorsprung. 😉 Und du hast Recht, bis jetzt haben wir alle Situationen gut gemeinsam gemeistert. 🥰 Danke und viele Grüße, Steven und Kristin

      Gefällt mir

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