Nordkap 2020

Mini-Expedition “Corona” – Roadtrip zum Nordkap 2020

von Stahnsdorf 52°23’32.6″N 13°13’54.7″E bis zum Nordkapp 71°10’15.1″N 25°47’01.9″E

Fakten zum Trip im Überblick:

30 Tage | 8132 km | 5 Länder | Arctic Circle |Nordkap | Lappland | ca. 2500 € Gesamtausgaben 

Ausgaben: 

  • 1230 € für Dieselkraftstoff (21 Tankstopps ca. 960 l) 
  • 330 € für Maut & Fähren 
  • 285 € für Souvenirs 
  • 95 € für Übernachtungen
  • 540 € Verpflegung & Sonstiges
  • 18 € für Briefmarken

Alle Bilder findet ihr hier in der Fotogalerie.

Highlights der Reise:

  • beeindruckende Natur und wenig Menschen
  • Elchkuh beim Fressen beobachtet
  • Delfine in den Fjorden beobachtet
  • viele Rentiere gesehen
  • zahlreiche Wasserfälle, “Straßenbegleitwasser” in Form von Flüssen, Bächen, Seen 
  • Überquerung Arctic Circle (Polarkreis)
  • Nordkap erreicht
  • durch Lappland gefahren
  • Härtetest für Frieda
  • nur für Polarlichter waren wir 3 Wochen zu früh 😦

Fakten im Überblick zu den bereisten Ländern:

DänemarkNorwegenFinnlandSchwedenDeutschland
Einwohnerzahl5.822.7635.367.5805.517.919 10.327.58983.166.711
Fläche in km²42.921385.207338.465447.435357.582
Bevölkerungsdichte130141623233
WährungDänische Krone (DKK)Norwegische Krone (NOK)Euro (EUR)Schwedische Krone (SEK)Euro (EUR)

Nordkap statt Portugal

In diesem Sommer reisten wir 4 Wochen lang vom 07. August bis 05. September 2020 mit unserem neuen Campervan „Frieda“ spontan zum Nordkap und zurück. Der eigentliche Plan nach Portugal zu fahren, wurde aufgrund der Covid19-Pandemie verschoben. Aufgrund der anhaltenden Gefahr durch den Virus sind wir im Nachhinein ganz glücklich über die Anpassung unseres Reiseziels. Wir versuchen einmal im Jahr in den Norden zu reisen, um Freunde zu treffen und damit Kristin die schwedische Sprache auffrischen kann. Zudem genießen wir die geringe Bevölkerungsdichte.  

Das Nordkap ist der nördlichste Punkt Europas, der durchgängig durch das Straßennetz erreichbar ist. Hierbei handelt es sich zwar um eine Insel, aber diese ist durch den Nordkap-Tunnel erschlossen.

Wir wählten folgende Reiseroute:

Stahnsdorf, Dänemark, Öresundbrücke, Schweden, Norwegen, Finnland, Schweden, Dänemark,  Fähre, Helsingborg nach Helsingør, Fähre Gedser nach Rostock

Reiseroute mit den Übernachtungsplätzen

Zurückgelegte Strecke in den einzelnen Ländern:

  • Deutschland 906 km
  • Dänemark 823 km
  • Schweden 2349 km
  • Norwegen 3555 km
  • Finnland 685 km

START DES ROADTRIPS

Die Route haben wir im Laufe der Reise angepasst. Für den Hinweg nach Norwegen haben wir uns gegen die Schnellfähre von Hirtshals (Dänemark) nach Kristiansand (Norwegen) entschieden. Es gab dort beim letzten Mal einfach zu viele taumelnde und brechende Menschen und Kristin ist jetzt auch nicht so seefest. Daher entschieden wir uns für den Landweg über Schweden. Dieser musste ohne Zwischenübernachtung zurückgelegt werden. Stopps waren nach Corona-Einreisebestimmungen nur zur Notdurft und zum Tanken erlaubt. Daran haben wir uns natürlich FAST gehalten. Zu groß war die Freude nach schwedischen Lebensmitteln (z.B. Polarbröd und Räksallad). So nutzten wir den erlaubten Tankstopp lieber zum Auffüllen unserer Vorräte.

Die Route über Kristiansand wäre auch eine schöne gewesen, diese sind wir bereits 2017 mit unserem Achim gefahren. Dort sind wir bis Bergen gekommen. Daher wussten wir auch, dass man in Norwegen wegen der geografischen Gegebenheiten nicht viel Strecke an einem Tag schafft, wenn man nicht 12 Stunden durchfahren möchte. Es war auch klar, dass es ein langer Weg bis zum nördlichsten Kap wird und wir wenig Zeit für andere touristische Zwischenstopps haben werden. Aber aufgrund der Pandemie war das sowieso nicht unsere Lieblingsbeschäftigung. Wir haben uns ungefähr als Tageswert gesetzt, dass wir ca. 250 km am Tag fahren und vor dem Scheitelpunkt des Urlaubs das Nordkap erreichen, um auf jeden Fall einen entspannten Rückweg und ausreichend Zeit zu haben, um Freunde zu besuchen. Meist waren wir trotzdem mehr als 4 Stunden unterwegs (Besorgungen, Stopps zum Fotografieren, Essen und Schlafplatzsuche).

Aber Vorweg genommen: der Hinweg zum Nordkap über Norwegen war auf jeden Fall die richtige Entscheidung. Landschaftlich ist Norwegen einfach nur traumhaft schön und man möchte nach jeder Kurve stehen bleiben und den Moment genießen. Fahrtechnisch war es zwar anstrengender und vor allem langsamer, da es in diesen Breitengraden auf norwegischer Seite keine Autobahnen gibt und die Geschwindigkeit max. 80 km/h beträgt. Aber ein schnelleres Fahren ist auch kaum möglich. Unser Tages-Durchschnittswert lag weit unter dem, da man viele Berge über- und Dörfer durchquert. Überholen ist zudem auch nicht überall möglich.

ERSTER STOPP IN DÄNEMARK

Aber bevor wir überhaupt nach Norwegen kamen, haben wir spontan in Dänemark Stopp gemacht. Bei Freunden, die dort wunderschön an einer Ostseebucht leben. Weil das Wetter so schön war und wir am Freitag mitten in der Nacht ankamen und sie selbst den Samstag schon verplant waren, entschlossen wir uns, nicht nur kurz zur Übernachtung dort zu bleiben, sondern den schönen Sommertag dort zu verbringen. Das war definitiv die richtige Entscheidung! Steven fuhr zum ersten Mal mit einem SUP-Board (Stand-Up-Paddling). Die Anfänge waren schwer und schmerzhaft, aber nach einem Tutorial auf YouTube, ging die Sause los. Mit der dann montierten Finne lässt sich das Board auch ganz gut manövrieren. Kristin nutzte die Zeit zum Sonnen, Lesen und Entspannen. Nach dem Abendessen – super leckere selbstgemachte Pizza aus einem Holzpelletofen – ging es dann nochmal aufs Meer. Wir fuhren mit Pedal-Kajaks aufs Meer und genossen, wie die Sonne über der Ostsee am Horizont unterging. Einfach nur AMAZING.

Und dann war es Zeit für Geschenke: Einmal überreichten wir unser Buch “The People of My Trip” und zu trinken gab es etwas “Berliner Luft”. In das Buch durften wir uns noch eintragen. Am nächsten Morgen traten wir nach etwas Abschiedsschmerz und kleinen Geschenken für die Fahrt (Gemüse und Fleisch aus dem eigenen Garten) die Weiterfahrt an.

ATLANTIC OCEAN ROAD IN NORWEGEN

Das erste Ziel am Atlantik war die “Atlantic Ocean Road”. Auf dem Weg dorthin stoppten wir zwei Mal zum Schlafen. Die erste Nacht in Norwegen – nachdem wir 712 km über die Öresundbrücke und durch Schweden gefahren waren – stoppten wir kurz nach der Grenze und schliefen auf dem Waldparkplatz einer Skipiste. Die Einreise nach Schweden war mit keinen Kontrollen versehen. Man konnte aber beobachten, wie die Einreisenden nach Dänemark kontrolliert wurden. Dies führte zu einem langen Stau. Es war ja nicht unsere erste Überfahrt der Brücke nach Schweden. Aber es war wieder beeindruckend, wie man in einem Tunnel startet und dann mitten auf dem Meer rauskommt. Den zweiten Stopp legten wir nach 354 km ein. Bis zum Abend konnten wir alleine an einem reißenden Gebirgsfluss stehen. Dieser hatte nicht nur eine ordentliche Geschwindigkeit, sondern war auch noch ganz schön kalt. Aber Steven musste natürlich trotzdem rein. 😉 Nicht lange, aber zum Erfrischen hat es gereicht. Zudem waren wir noch nicht im gewohnten Reisemodus. Uns ging nämlich das Wasser aus. Aber Dank Gießkanne und Fluss war das auch kein Problem. Zum Abendessen testeten wir unser Induktionskochfeld. Es gab die frischen dänischen Kartoffeln und Zucchini aus dem Garten und frisches Rinderfleisch.

Am nächsten Morgen sahen wir, dass es ein paar Meter flussaufwärts noch einen kleinen Parkplatz mit einer Bank gab. Von der hätten wir einen noch besseren Blick auf den Sonnenuntergang gehabt. Angekommen am Meer entschieden wir uns für einen “Campingplatz”. Hier konnten wir Wasser und Strom “auffüllen”. Zum “Stromproblem” später aber noch etwas mehr. Nach dem Abendessen (gegrillte Zucchini und Eberswalder Bratwurst) hatten wir den besten Blick aus unserem Schlafzimmer auf den Sonnenuntergang über der Atlantic-Ocean-Road. Diese Straße schlängelt sich ca. 8 km mit 8 Brücken über mehrere Inseln am Meer entlang. Besonders beeindruckend ist die Storseisund-Brücke.

Nach dem Aufstehen ging Steven meistens für eine Stunde etwas die Gegend erkunden. So hatte jede*r etwas Zeit für sich, wir beugten dem Lagerkoller entgegen und man hat sich hinterher etwas zu erzählen. Aber unser straffer Zeitplan ließ leider nicht so viel Zeit für andere Aktivitäten.

TRONDHEIM

Unsere erste Großstadt auf dem Weg war Trondheim. Nach einer kurzen OKF (Ortskontrollfahrt) verließen wir die Stadt auch schnell wieder. Wir stiegen nicht einmal aus. Zu Laut, zu viele Menschen und unser angestrebter Nachtplatz – ein Parkplatz an einer Badestelle – war schon voll. Aber wir waren in der drittgrößten Stadt Norwegens mit ca. 200.000 Einwohner*innen. Wir fuhren also raus aus der Stadt und versuchten unser Glück in der Nähe einer anderen Badestelle. Diese lag leider direkt neben einem Bahnhof. Zudem gab es noch unfreundlichen Besuch aus Belgien. Leider nicht mal ein “Bonjour”. Aber es war noch früh am Nachmittag, denn in der Nähe der Großstädte sind die Straßen gut ausgebaut und man kommt zügig voran. Fluch und Segen von Großstädten. Zum Glück sind wir noch ein Stück weiter gefahren. Denn die Nacht verbrachten wir nach einem wunderschönen Sonnenuntergang mit einem weißen Schimmel am Trondheim-Fjord. Ja wirklich – ein echtes Pferd am Strand. Wir konnten ein Fotoshooting des Vierbeiners am Strand beobachten. Wir standen an einem Beach-Restaurant. Hier gab es nicht nur einen Grillplatz, sondern auch Kletterfelsen, Beachvolleyball und eine Außendusche. So konnten wir am Abend noch in den Atlantik springen.

ANKUNFT IN NORD-NORWEGEN

Am siebten Tag unserer Reise viel schlagartig die Temperatur um 5 Kelvin auf ca. 15° Celsius, denn wir waren in Nord-Norwegen angekommen! Wir durchquerten „Nordlandsporten„, das Tor nach Nord-Norwegen. Nach einer langen Tages-Etappe von ca. 350 km suchten wir noch eine längere Zeit nach einem Schlafplatz. Auf den ersten Blick war es nicht der beste Platz, aber es sollte für eine Nacht ausreichend sein. Wir standen in einer Straßenbucht an einer alten gesperrten Fjordstraße. Diese war am Ende durch eine Schranke verschlossen. Ein Blick auf die Karte zeigte, dass dort noch Orte liegen. Aufgrund des geringen Verkehrsaufkommens blieben wir dennoch.

TECHNIK-EXKURS: LITHIUM-AKKU LADEN OHNE LADEREGLER

Steven kümmerte sich um das besagte Stromproblem: Die Sonnenenergie am Tag reichte leider nicht aus, um unseren neuen Lithium-Akku zu laden. Und Haarewaschen stand noch nicht auf dem Plan (sonst wären wir auf einen Camping- oder Stellplatz gefahren). Wir wollten Kosten sparen und viel frei stehen. Das ist das geplante Konzept von Frieda. Denn eigentlich sind wir schon recht autark. Aber der neue nötige Laderegler für den Lithium-Akku kam nicht mehr rechtzeitig vor dem Urlaub an. In Portugal hätte es genug Sonne gegeben. Zum Glück haben wir den alten Laderegler noch nicht verkauft und er verblieb somit auch noch im Fahrzeug. Dieser hat leider keine Kennlinie für den modernen Akku. Die Ladung muss überwacht werden, sonst erhitzen diese Batterien zu stark und entzünden sich selbst. Da man aber Dank einer App den Ladezustand des Akkus einsehen kann, hatte Steven sich entschlossen, mit dem nicht passenden Laderegler “manuell” mit einer falschen Kennlinie zu laden. Hierfür baute er einen Schalter in den Steuerpfad ein. So konnten wir bei Erreichen einer Ladekapazität von 95% den Ladeprozess unterbrechen. Ist auch nach dem Urlaub ganz hilfreich, wenn man nicht beim Fahren laden möchte. Um Kraftstoff zu sparen, kann man den Laderegler ausschalten und es der Sonne überlassen, den Akku vollständig zu laden.

Nach getaner Arbeit stellten wir fest, es war auch passenderweise Donnerstag – Schrauberdonnerstag in der Heimat, hier wird sich normalerweise traditionell mit den Kumpels zum Schrauben getroffen – da muss man sich ja auch unterwegs handwerklich betätigen.

DELFINE AM FJORD

Den trüben und regnerischen Abend verbrachten wir noch etwas am Fjord. Ein stumpfes Wasserplatschen ließ uns plötzlich aufhorchen. Steven dachte zuerst, da hat jemand einen großen Stein ins Wasser geworfen, unweit von uns waren Angler. Kristin hatte dann aber die Lösung entdeckt: Es waren 5 bis 6 Delfine auf Fischjagd im Fjord. Diese beobachteten wir dann noch eine ganze Weile und waren ganz happy. 🙂

ANKUNFT AM POLARKREIS (66° 33′ 55 nördlicher Breite) UND STEINMÄNNCHEN

Nach einer Woche auf Tour erreichten wir den Polarkreis. Im „Polarsirkelsenteret“ (Polarkreiszentrum) deckten wir uns mit einem Nicki 😉 und einem Stirnband als Andenken ein. Neben dem Center gibt es viele Steintürme oder sogenannte „Steinmännchen“. Diese sind aufeinander gestapelte Steine in Form kleiner Hügel oder Türmchen und dienen der Kennzeichnung von Gefahren im Gebirge. In Norwegen soll jeder Wanderer einen Stein aufstapeln, um unbehelligt von Trollen zu bleiben. Die Nacht verbrachten wir an einer Salzmiene und konnten neben Anglern erneut Delfine beobachten.

ABSTECHER ZU DEN LOFOTEN

Bis zu Letzt haben wir überlegt, ob wir einen Abstecher zu den Lofoten machen sollten. Ist es zeitlich drin? Wann kommen wir jemals wieder so nördlich? Nach Ratschlägen von Freunden und mit Blick auf unsere Zeit, haben wir uns dafür entschieden. Aber welchen Weg wir dorthin fahren wollten, stand noch nicht fest. Bis an die Spitze der Lofoten nach “Å i Lofoten” gibt es eine 4-Stunden-Fährübersetzung. Zum Glück haben wir uns gegen diese längere Fährverbindung entschieden, denn unsere Übersetzung von Bognes nach Lødingen war bei dem Seegang schon ausreichend für Kristin.

Auf den Lofoten angekommen, wurden wir von der gewaltigen Natur überrascht. Wir haben allerdings nur schwer Plätze zum Schlafen auf den Inseln gefunden. Und am nächsten Tag waren wir froh, dass wir den einen Platz direkt am Meer in der Brandung doch wieder verlassen haben. Wir fuhren nichts ahnend und unbedacht in einen Feldweg ein. Dieser wurde dann immer schmaler und steiniger. Drehen oder Ausweichen waren nicht möglich. Am Ende angekommen, mussten wir feststellen, dass dort schon zwei kleine VW Transporter standen. Der Platz war schon genial, direkt an dem ungeschützten Atlantik und im Hintergrund die steilen Berge – wie bei Herr der Ringe. Aber letztendlich war es die richtige Entscheidung, den Platz wieder zu verlassen, denn es war stürmisch und regnete. Wir drehten auf dem schmalen Weg in mehreren Zügen und fuhren weiter.

Am Abend parkten wir noch ganze drei Mal um. Auf dem Firmengelände einer Fischerei stellten wir uns erst mit dem Westwind, dann in den Schutz der Felsen der Kaimauer und zu guter Letzt zwischen die Werkhallen. Die Nacht war so windig, dass es sich wie auf der Fähre angefühlt hat. Aber zum Sammeln von Andenken am Morgen war es gut. Die See spülte viele Muscheln an Land.

Bei Regen fuhren wir über die Insel bis hin zur südlichen Spitze. Wir beobachteten Surfer, waren an Stränden wie in der Karibik (Hauklandstranda) und das absolute Highlight war die Elchkuh am Straßenrand. Diese konnten wir eine ganze Weile beim Fressen beobachten, fotografieren und filmen. Unser Glück: Durch Zufall sahen wir bei der Schlafplatzsuche einen Transporter etwas weiter vor uns, der eilig versuchte, umzudrehen. Und Steven ahnte schnell warum. Ein Blick an den Straßenrand und genau neben uns stand die Elchkuh und zupfte genüsslich am frischen Gras. :).

LIEBER ZU FRÜH ALS ZU SPÄT TANKEN!

Die Nacht verbrachten wir auf einem Parkplatz an einer Vogelbeobachtungsstation. Außer Schwänen war jedoch zu dieser Jahreszeit nichts weiter zu beobachten. Am nächsten Morgen fuhren wir noch zu BILTEMA und deckten uns mit Funktionsunterwäsche ein. Da es überraschend schnell kälter wurde und nach unserem letzten Norwegenurlaub – in dem es zwei Wochen durchgeregnet hatte – wollten wir für dieses Mal gewappnet sein. Die Tankstelle ließen wir “rechts” liegen. Großer Fehler! Der Preis war im Vergleich zum Vortag höher und die Reichweite zeigte noch knapp 150 km an, sollte also zur nächsten Tankstelle reichen. Die Reichweite nahm jedoch unproportional schnell zu der zurückgelegten Strecke ab und die nächste Tankstelle war auf einmal weiter weg, als die Reserve es her gab. Im Kopf sah sich Steven schon per Anhalter zur Tankstelle zurückfahren. Kristin fand dann aber doch noch an der Strecke eine Tankstation. Diese erreichten wir mit 29 km Reserve. Wir tankten überteuert voll ;). Wobei wir auf der gesamten Reise Glück hatten. Die Kraftstoffpreise waren für diese Region sehr günstig. In Skandinavien kann der Liter Diesel schon mal 1,60 € kosten.

Schlafen wollten wir eigentlich am PolarPark, dem nördlichsten Tierpark. Aber es gab Schwierigkeiten mit dem Automat und dem Zugangscode zu den Duschen. Dann doch lieber ohne Gebühr am Fluss stehen und eben morgen duschen und Haare waschen. Zudem brauchten wir langsam auch eine Waschmaschine.

Wir trafen am nächsten Tag drei Italiener auf ihren Vespas. Auch sie waren auf dem Weg zum Nordkap. Die Nacht verbrachten wir an einem kleinen Fluss auf einem Campingplatz. Aufgrund von Corona konnten wir jedoch nur die Duschen benutzen, Wäsche waschen war uns nicht möglich – also mussten wir das wieder verschieben.

Steven wurde an diesem Abend sehr unruhig, denn seine Polarlichter-App sagte, die Wahrscheinlichkeit beträgt 14%. Es sollte aber nicht sein. Den ganzen Urlaub war der Wert nicht mehr so hoch. Wir haben keine Nordlichter gesehen, müssen wir eben noch mal wiederkommen. 

ZIEL ERREICHT: WIR SIND AM NORDKAP ANGEKOMMEN!

TAG 13: Wir sind am Nordkap! Nach 4013 km haben wir den nördlichsten Punkt unserer Reise und von Europa erreicht! Nach den letzten verregneten Tagen begrüßte uns das Wahrzeichen am Nordkap – der Globus – bei bestem Sonnenschein. Kein Nebel oder ähnliches versperrte uns den Blick. Traumhaft!

RENTIERE IN NORWEGEN UND LAPPLAND

Und noch ein Highlight auf unserer Reise: Der Weg zum und vom Nordkap war stets begleitet von Rentieren auf und neben der Straße.

POSTKARTEN FÜR DEN PAPIERKORB

Ein teures Unterfangen: Wir wollten Postkarten vom Nordkap verschicken (was man nicht alles für die Freunde und Familie macht). In das Center am Kap kommt man allerdings nur gegen eine Extra-Gebühr (20€). Der Parkplatz kostete schon 20€, wären wir eine Stunde später angekommen, wäre die Schranke einfach offen gewesen. Die Briefmarken besorgten wir dann am nächsten Tag im nächst gelegenen Ort und sie schlugen schließlich mit 18€ (!!!) zu Buche für 7 Stück (pro Marke 2,57 €). Aber macht man ja gern, vor allem, wenn man dann in der Heimat die Großmutter fragt, ob wir mal die Karte mit dem Poststempel vom Nordkap sehen können und sie erwidert: „Ach die, die habe ich schon weggeworfen!“ ;).

AUF DEM RÜCKWEG ÜBER FINNISCH LAPPLAND

Am Höhepunkt unserer Reise stand nun die Frage nach dem Rückweg an. Wir haben uns für den Weg über Finnland bis zur Ostsee entschieden. Auch hier gab es keine Grenzkontrolle. Die erste Nacht verbrachten wir in der Einöde im Wald. Bis wir am nächsten Tag realisierten, dass wir im finnischen Lappland waren. Wir nutzten die Chance und verbrachten die nächste Nacht auf dem Parkplatz des Lemmenjoki-Nationalparks. Dieser Park gehört zu den größten menschen- und wegelosen Wildnisflächen Europas (ohne Russland) und ist der größte Nationalpark Finnlands mit 2850 km² (mehr als die Fläche Luxemburgs). In diesem leben u.a. Bären und Wölfe. Steven nutzte die noch frühe Ankunft, um etwas zu wandern. Sein Tempo wurde auf der Wanderung von ca. 4,5 km an immer schneller, da er auf der Hälfte ein Skelett gefunden hat und ihm dann klar wurde, dass es hier noch andere Tiere als zu Hause gibt. 

Die Weiterfahrt führte uns über ca. 50 km “Wellblechpiste”. Aber so wurde uns etwas die Weite der schönen Einöde bewusst. Wieder in der “Zivilisation” angekommen, füllten wir unsere Vorräte auf und verbrachten die Nacht an einer Badestelle. Der Ort lag ca. 95 km nördlich des Polarkreises und die Jahresdurchschnittstemperatur beträgt hier −0,4 °C. Wir hatten zwar im Tageshöchstwert ca. 18° Celsius, aber zum Baden lud es trotzdem nicht ein. Als Andenken gönnten wir uns am Polarkreis noch ein echtes Rentierfell für den Winter in der Frieda.

ZURÜCK IN SCHWEDEN

Als nächstes Land auf dem Heimweg folgte wieder Schweden. Wir fuhren weiter südlich und wurden an der Grenze standesgemäß von einem IKEA begrüßt ;). Entlang der Route hielten wir bei einem älteren Schweizer Auswanderer-Ehepaar. Sie betreiben ein Motel mit Stellplätzen direkt am Fluss. Hier konnten wir endlich unsere Wäsche waschen und im Trockner trocknen.

Weiter südlich waren wir auch wieder am Meer. Diesmal an der Ostsee, am  Bottnischen Meerbusen. In Sandängesstranden – einem Landschaftsschutzgebiet – konnten wir ganz gut die Ebbe und Flut der Ostsee beobachten. Die Straßen in Schweden ermöglichen zwar eine höhere Geschwindigkeit, nichtsdestotrotz verringerten wir unsere tägliche Fahrzeit, um etwas auszuspannen. Auf dem Weg zu Kristins Gastfamilie blieben wir noch eine Nacht an einem Naturreservat (Vogelbeobachtungsstation) und spazierten gemeinsam 2,1 km. Die Insel ist jedoch nur über eine Hängebrücke zugänglich.

Als kleiner Geheimtipp: In einer Ostseebucht gelegen, haben wir noch eine Nacht an einem kleinen Hafen verbracht.

UPPSALA UND WASSEREINBRUCH

Angekommen bei der Gastfamilie war die Freude groß. Wir konnten etwas ausspannen und noch einmal Wäsche waschen. Wir waren mit den zwei Labradoren spazieren und verloren unterwegs beide, bis kurz vor der Heimkehr. Abends nach einem schönen Geburtstagsabendessen, folgte dann die böse Überraschung: Wir hatten einen Wassereinbruch in der Frieda. Mit Hilfe einer Plane konnten wir es jedoch erst einmal stoppen und Steven “föhnte” mit der Standheizung alles trocken. Am nächsten Tag versuchten wir das Leck zu schließen. Erst dachten wir, es in den Griff bekommen zu haben. Aber zwei Tage später am Abend am See, trat leider wieder Wasser ein. So spannten wir ab da Nacht für Nacht bei Regen die Plane über das Auto (wurde zuhause inzwischen wieder behoben). Um nicht in Rückreise Stress zu geraten, mussten wir uns auch wieder von der Gastfamilie verabschieden. Doch vorher besuchten wir noch die Großmutter väterlicherseits („Farmor“, am Namen erkennt man die Zugehörigkeit, „Vaters Mutter“) im benachbarten Dorf.

STOCKHOLM

Anschließend machten wir uns auf den Weg nach Stockholm, um dort ebenfalls noch Freunde zu besuchen. Hier konnten wir geschützt vor Regen unter einer Brücke parken. So eine Großstadt hat doch Vorteile. Unser Nachtlager schlugen wir dann aber doch lieber ruhiger gelegen außerhalb auf dem Parkplatz zum Nationalpark Tyresta auf. Die Überraschung nach dem Aufwachen war dann aber auch hier ein voller Parkplatz am frühen Morgen. Es ist wohl ein beliebtes Ausflugsziel am Wochenende – und es war Sonntag. Nach einer kleinen Wanderung sind wir dann doch lieber geflüchtet. Diese Nationalparkwanderung stand voll im Kontrast zu der in Finnland. Hier ist man an jeder Ecke jemandem begegnet. 

AM VÄTTERNSEE

Wir verließen die Küste und fuhren weiter südlich und blieben für eine Nacht am Vätternsee. Es ist der zweitgrößte See Schwedens und wir hatten einen schönen Sonnenuntergang am Horizont des See. Am Morgen gab es eine erneute Überraschung: Wir waren umzingelt von Feuerwehren. Diese trainierten Rettungstauchen im und am See. Aber auch hier konnte man gut spazieren. Den Rückweg machte Steven über den angrenzenden Golfplatz. Über diesen musste man den Parkplatz auch anfahren. Aufgrund von Corona haben wir auch keinen Kontakt zur Feuerwehr aufgenommen oder gar versucht, ein Abzeichen zu bekommen. In allen skandinavischen Ländern herrschte zur Reisezeit keine Maskenpflicht. Ist auch nicht wirklich nötig in diesen Ländern. Erstmal ist die Bevölkerungsdichte viel geringer als in Deutschland und zudem halten sie von Hause aus schon Abstand.

PFANNENKULT IN SKEPPSHULT

Da wir noch offen waren, wie wir weiter zurückfahren, haben wir für Freunde noch einen Umweg über Skeppshult zum Pfannenkauf gemacht. Wir haben uns auch eine geleistet. Sie sind nur verdammt schwer und das bei unseren knappen Gewichtsreserven ;).

Was ist fast so gut wie eine Nacht am Meer? Schlafen an einem See mit Blick nach Westen für den Sonnenuntergang, so macht baden Spaß!

ZURÜCK IN DÄNEMARK

Jetzt mussten wir uns entscheiden, wie wir weiterfahren. Wir haben uns für die Route mit der Fähre von Helsingborg (Schweden) nach Helsingør (Dänemark) entschieden. Wir sind dann an der Küstenstraße entlang zum Parkplatz Naturrum Tisvildeleje gefahren. Hier wurde der Sonnenuntergang vom Vortag sogar noch getoppt. Sonnenuntergang an der Westküste der Ostsee! Dänemark hat uns – wie auch am Anfang unserer Reise – einen wunderschönen Sonnenuntergang beschert. Aber wie fahren wir weiter? Der Autostrand auf Rømø stand lange weit oben auf unserer Liste, wäre aber zeitlich zu knapp geworden. Aber aufgeschoben ist nicht aufgehoben, wir wollen vielleicht nächstes Jahr nochmal dorthin. Dort findet jährlich ein Oldtimertreffen direkt am Strand statt. 

MIT DER FÄHRE VON GEDSER NACH ROSTOCK

Da wir auf dem Rückweg noch Familie und Freunde in Rostock besuchen wollten, nahmen wir schließlich die Fähre von Gedser. Gedser selbst ist etwas verschlafen, aber wir konnten uns noch in dem einzigen kleinen Dorfladen etwas zum Abendessen kaufen. Geschlafen haben wir dann am südlichsten Punkt Dänemarks und somit auch Skandinaviens. Nach einem letzten schönen Sonnenuntergang verließen wir am nächsten Tag Dänemark. Zum Glück gab es keinen Seegang, aber uns hatte “Corona” und “Menschen” wieder im Griff. Als die Fähre in den Zielhafen einfuhr, gingen wir langsam Richtung Fahrzeugdeck und es machte den Eindruck, dass man schon zum Fahrzeug durfte. Aber die Türen zum Autodeck waren noch verschlossen und so blieben wir oben an der Treppe stehen. Wir wurden von Leuten beobachtet, aber diese mussten trotzdem bis zu uns kommen, um festzustellen, dass es noch nicht weiterging. Sie haben vermutlich bis heute nicht verstanden, wieso wir oben an der Treppe geblieben sind und tummelten sich lieber unten auf den engen Stufen ohne Abstand in einer Menschentraube. 

Leider war das Wetter in Rostock typisch regnerisch, so grillten wir leider nicht wie geplant zusammen an der Warnow, sondern trafen Familie und Freunde getrennt. 

Auf dem Heimweg fuhren wir noch kurz über Pritzwalk und dessen berühmten Märchenwald im Hainholz und schließlich zurück nach Hause. 

FAZIT:

Skandinavien wird immer eine unserer Lieblingsreiseregionen bleiben und Frieda hat auch prima durchgehalten. Das macht Lust auf mehr!

Roadbook

Unsere Reisen dokumentieren wir seit diesem Jahr in unserem Roadbook.

Tag: 01Datum: Freitag, 07.08.2020
Start:  44.320 km | 15:15  UhrEnde: 45.006 km | 23:00 Uhr
Startort: Stahnsdorf (D), 52°23’32.6″N 13°13’54.7″EZielort: Nordskov (DK), 55°36’15.9″N 10°37’07.6″E
Tageskilometer: 686  kmWetter: 33 °C, sonnig 
Routendetails: A24, A21, A7 E45, E20Stellplatz: frei/ bei Freunden 

Besonderheiten am Tag: 

  • 21:15 Uhr erster Grenzübertritt Flensburg Landstraße, wenig frequentiert, etwas Wartezeit
  • spontaner Besuch bei Freunden in Dänemark Insel Fyn
  • eigentlich war es nur angedacht bis in die Prignitz zu fahren
Tag: 02Datum:  Samstag, 08.08.2020
Start:  /Ende: /
Startort: /Zielort: /
Tageskilometer:  /Wetter: 35 °C, sonnig 
Routendetails: /Stellplatz: frei/ bei Freunden 

Besonderheiten am Tag: 

  • baden, Stand Up Paddling (SUP), relaxen, lesen
  • Pizza aus dem Pizzaofen
  • Kajakfahrt mit Sonnenuntergang am Horizont der Ostsee
Tag:  03Datum: Sonntag, 09.08.2020
Start: 45.006 km | 10:15 UhrEnde:  45.715 km | 20:30 Uhr
Startort: Nordskov (DK)Zielort: Sarpsborg (N), 59°23’27.8″N 11°05’54.1″E
Tageskilometer: 712 kmWetter:  33 °C, sonnig 
Routendetails: Öresundbrücke, E6Stellplatz: frei/ Alpincenter Parkplatz im Wald

Besonderheiten am Tag: 

  • Gastgebergeschenke: Zucchini, Tomaten, Basilikum und Kartoffeln aus dem Garten, Hackfleisch von einer glücklichen dänischen Kuh
  • Einreisebedingung nach Norwegen war es, Schweden ohne Übernachtung zu durchqueren, Stopps waren nur für Tanken oder zur Notdurft erlaubt
  • 13:15 Uhr Grenze Schweden
  • Schwedische Vorräte aufgefüllt, getankt
  • 19:10 Uhr Grenze Norwegen
  • Mautgebühren: Brücke Storebaelt 33 € + Öresundbrücke 63 €
Tag: 04Datum: Montag, 10.08.2020
Start: 45.718 km | 11:30 UhrEnde: 46.072 km | 16:15 Uhr
Startort: Sarpsborg (N)Zielort: Kvam (N), 61°39’23.8″N 9°35’56.0″E
Tageskilometer: 354 kmWetter: 22 °C, sonnig 
Routendetails: E6Stellplatz: frei am Fluss Gudbrandsdalslågen

Besonderheiten am Tag: 

  • Fahrt Richtung Westküste zum Atlantik
  • aufgrund von Trinkwasserknappheit im Tank wurde sich mit dem Flusswasser gewaschen (KALT)
  • mit den Füßen im Fluss (noch KÄLTER)
Tag: 05Datum: Dienstag, 11.08.2020
Start: 46.072 km | 11:00 UhrEnde: 46.346 km | 16:15 Uhr
Startort: Kvam (N)Zielort: Kårvåg (N), 63°00’44.7″N 7°25’40.8″E
Tageskilometer: 274 kmWetter:  21°C, sonnig 
Routendetails: E6, E136, E39, Atlantic RoadStellplatz: Atlanterhavsveien Sjøstuer (28 €)

Besonderheiten am Tag: 

  • Erfrischungsbad im Fluss nach dem täglichen Erkundungsgang
  • Abendessen: Zucchini und Bratwurst vom Grill
  • Sonnenuntergang mit Blick auf die Atlantik-Straße
Tag: 06Datum: Mittwoch, 12.08.2020
Start:  46.346 km | 13:30 UhrEnde: 46.617 km | 16:05 Uhr
Startort: Kårvåg (N)Zielort: Stjørdal (Trondheimfjord, N), 63°28’16.9″N 10°52’57.3″E
Tageskilometer: 271 kmWetter: 21 °C, sonnig 
Routendetails: Atlantic Road, E39, Trondheim, E6Stellplatz: Strandbad

Besonderheiten am Tag: 

  • Atlantic-Road „abgefahren“
  • kurzer Abstecher durch Trondheim, zu viele Menschen 😉
  • erster Stellplatz frei in Hommelvik, aber zu Laut aufgrund der Nähe zum Flughafen und Eisenbahntrasse
  • super schöner Stellplatz an einem Restaurant am Meer, Grillplätze, Kletterfelsen, Beachvolleyball, Außendusche
  • Sonnenuntergang mit Fotoshooting “Pferd am Strand”
  • Beobachtung Ebbe und Flut am Atlantik Trondheimfjord
Tag: 07Datum: Donnerstag, 13.08.2020
Start: 46.617 km | 11:00 UhrEnde: 47.005 km | 19:00 Uhr
Startort: Stjørdal (N)Zielort: Mosjøen (Vefsnfjord, N), 65°56’51.6″N 13°02’37.2″E
Tageskilometer: 388 kmWetter: 15-20 °C, bedeckt/ Nieselregen 
Routendetails: E6Stellplatz: alte Fjordstraße, Sackgasse

Besonderheiten am Tag: 

  • Regentag, Sonnenenergie reicht nicht mehr, um den Akku des Aufbaus zu laden
  • alter noch verbauter Laderegler hat keine Kennlinie zum Laden von Lithium-Akkus, der neue kam nicht rechtzeitig vor dem Urlaub. In Portugal wäre genug Sonne gewesen
  • Einbau eines Schalters in den Steuerpfad vom Laderegler. So könnten wir den Ladevorgang händisch abbrechen. Zur Überwachung diente die APP es Akkus
  • Am Abend beobachten wir Delfine im Fjord
Tag: 08Datum: Freitag, 14.08.2020
Start: 47.005  km | 10:25 UhrEnde: 47.320 km | 17:00 Uhr
Startort: Mosjøen  (N)Zielort: Røsvik (Sørfoldafjord, N), 67°23’20.6″N 15°32’33.2″E
Tageskilometer: 315 kmWetter: 14-20 °C, bedeckt 
Routendetails: E6Stellplatz: am Salzwerk

Besonderheiten am Tag: 

  • Polarkreis überquert, Souvenirs (Shirt, Stirnband)
  • Übernachten am Fjord, konnten wieder Delfine beobachten
  • Einheimische hatten dadurch kein Erfolg beim Angeln, also aufgrund der Delphine 😉
Tag: 09Datum: Samstag, 15.08.2020
Start: 47.320 km | 11:10 UhrEnde: 47,627 km | 19:00 Uhr
Startort: Røsvik (N)Zielort: Strønstad (Lofoten, N), 68°26’05.0″N 14°48’46.0″E
Tageskilometer: 307 kmWetter: 12 °C,bedeckt bis sonnig, Abends sehr windig und regnerisch 
Routendetails: E6, Fähre von Bognes nach LødingenStellplatz: Hafengelände, erst auf der Mole, später zwischen den Werkhallen

Besonderheiten am Tag: 

  • 14:30 bis 15:30 Fähre von Bognes nach Lødingen, kürzeste Überfahrt zu den Lofoten, sehr starker Seegang, 15 €
  • Stellplatzsuche mit Hindernissen, Abenteuerfahrt enger schmaler Weg zum Wasser, als wir ankam standen aber schon zwei Campervans dort, konnten gerade so drehen 
  • Es gibt kaum freie schöne Plätze auf der Insel
  • Am Abend mussten wir aufgrund der stürmischen See noch zwei mal umparken. Erst haben wir uns strömungsoptimiert in Windrichtung gestellt, dann in vermutlich windgeschützt hinter großen Steinen der Mole, zu guter Letzt Rückzug ins Hafengelände zwischen den Werkhalle und Felsen
Tag: 10Datum: Sonntag, 16.08.2020
Start: 47.628 km | 11:20 UhrEnde: 47.906 km | 19:10 Uhr
Startort: Strønstad (N)Zielort: Vestvågøy (Lofoten, N), 68°16’18.8″N 14°03’23.9″E
Tageskilometer: 278 kmWetter: 9-11 °C,bedeckt, Regen 
Routendetails: E10Stellplatz: am Vogelobservationstturm

Besonderheiten am Tag: 

  • Tagesziel: Lofoten erkunden bis zur Südspitze nach “Å i Lofoten”
  • frei laufende Schafe, Surfer, dutzende Wasserfälle, beeindruckende Felslandschaften
  • Haukland Beach, Uttakleivveien, Leknes
  • ELCHKUH beim Fressen am Straßenrand beobachtet
Tag: 11Datum: Montag, 17.08.2020
Start: 47.906 km | 10:35 UhrEnde: 48229 km | 19:50 Uhr
Startort: Vestvågøy (N)Zielort: Bardu (N), 68°40’34.5″N 18°08’29.1″E
Tageskilometer: 323 kmWetter: 9-11 °C, 
Routendetails: E6Stellplatz: frei,am Fluss Salangselva in der Nähe zum Polar Park (nördlichster Zoo)

Besonderheiten am Tag: 

  • “Hamsterkauf” lange Funktionsunterwäsche, das Wetter wurde nicht mehr “besser”, im nachhinein betrachtet, war es für diese Breitengrade doch gutes Wetter
  • mit nur 29 km Reserve auf die Tankstelle “gerollt”, das Tankstellennetz ist gut ausgebaut, man sollte sie nur nutzen ;), weil sind doch etwas weiter auseinander
  • nur noch 650 km bis zum Nordkap
Tag: 12Datum: Dienstag, 18.08.2020
Start: 48.229 km | 10:40 UhrEnde: 48.572 km | 18:15 Uhr
Startort: Bardu (N)Zielort: Kvænangen (N), 69°44’02.1″N 22°08’27.9″E
Tageskilometer: 343 kmWetter: 9-12 °C, bedeckt/ Nieselregen
Routendetails: E6Stellplatz: Campingplatz 20 €

Besonderheiten am Tag: 

  • an der Tankstelle trafen wir 3 Italiener mit ihren Vespa-Rollern, sie wollen auch zum Nordkap
  • Übernachtung auf einem netten Campingplatz Flussnähe, Betreiber Norwegisch/deutsch
  • Aufgrund von Corona kein Wäschewaschen möglich
Tag: 13Datum: Mittwoch, 19.08.2020
Start: 48.572 km | 11:00 UhrEnde: 48.933 km | 19:10 Uhr
Startort: Kvænangen (N)Zielort: NORDKAPP (N), 71°10’15.1″N 25°47’01.9″E
Tageskilometer: 361 kmWetter: 14 °C, sonnig, teils bedeckt 
Routendetails: E6, E69, NordkapptunnelStellplatz: Parkplatz am Nordkapp (20 €)

Besonderheiten am Tag: 

  • viele Rentiere auf und neben der Straße
  • Zwischenstopp Turistsenter Olderfjord für Souvenirs
  • nach 13 Tagen, 4 Länder, 4.613 km und 85 h „on the Road“ haben wir das NORDKAPP  im Sonnenschein erreicht!
  • ab 20 Uhr wäre der Parkplatz kostenlos gewesen
  • Mitternachtssonne, d.h. zu dieser Jahreszeit geht die Sonne noch nicht unter sondern verbleibt am Horizont
  • im Gegensatz zu den Lofoten eine sehr ruhige sturmfreie Nacht
Tag: 14Datum: Donnerstag, 20.08.2020
Start: 48.933 km | 12:45 UhrEnde: 49.264 km | 19:45 Uhr
Startort: Nordkapp (N)Zielort: Kielajoki Inari (F), 69°17’46.9″N 26°42’31.3″E
Tageskilometer: 331 kmWetter: 12 °C, sonnig/ teils bedeckt 
Routendetails: E6, 92Stellplatz: frei im lappländischen Wald

Besonderheiten am Tag: 

  • Denkmal Kinder der Welt am Nordkapp
  • Postamt gesucht, am Nordkap kommt man nur gegen eine Gebühr von ca. 20 € in den Souvenirshop
  • Sami-Shop
  • 19 Uhr Grenzübertritt nach Finnland, keine Kontrolle an der Grenze
  • 3555 km in Norwegen zurückgelegt
  • Zeitverschiebung +1 h
Tag: 15Datum: Freitag, 21.08.2020
Start: 49.264 km | 11:45 UhrEnde: 49.379 km | 17:00 Uhr
Startort: Kielajoki (F)Zielort: Njurkulahti (F), 68°45’06.0″N 26°13’13.9″E
Tageskilometer: 1115 kmWetter: 14 °C, bedeckt/ teils Nieselregen 
Routendetails: E75, 955, 9551Stellplatz: Parkplatz Lemmenjoki-Nationalpark 

Besonderheiten am Tag: 

  • Souvenirshop, da wurde uns erst bewusst das wir im finnischen Lappland sind
  • Lemmenjoki Nationalpark, Steven grüne Linie 4,5 km
  • Der Lemmenjoki-Nationalpark gehört zu den größten menschen- und wegelosen Wildnisflächen Europas (ohne Russland)
  • größter Nationalpark Finnlands (Bären, Wölfe)  mit 2850 km² (mehr als die Fläche Luxemburgs)
Tag: 16Datum: Samstag, 22.08.2020
Start: 49.379 km | 12:45 UhrEnde: 49.646 km | 18:15 Uhr
Startort: Njurkulahti (F)Zielort: Sodankylä (F), 67°24’13.5″N 26°34’31.1″E
Tageskilometer: 267 kmWetter: 19 °C, sonnig/ teils bedeckt 
Routendetails: 9551, 955, 9552 bis Kittilä dann 80 nach SodankyläStellplatz: frei an einer Badestelle

Besonderheiten am Tag: 

  • Rentiere beim Spaziergang getroffen 😉
  • 50 km Piste gefahren, wir müssen die Schublade sichern
  • Abendspaziergang an der Badestelle
Tag: 17Datum: Sonntag, 23.08.2020
Start: 49.646 km | 11:20 UhrEnde: 49.942 km | 16:00 Uhr
Startort: Sodankylä (F)Zielort: Sagnis (SE), 65°51’26.0″N 23°30’01.5″E
Tageskilometer: 296 kmWetter: 18 °C, sonnig, kurzer Schauer 
Routendetails: E75, E4 Stellplatz: Sangis Motell och Camping AB (18 €)

Besonderheiten am Tag: 

  • Rentierfell als Erinnerung am Polarkreis in Lappland gekauft
  • 685 km in der “Einöde” ähhh Lappland/Finnland zurückgelegt
  • an der Grenze in Schweden wurden wir von einem IKEA begrüßt 😉
  • keine Grenzkontrolle bei der Einreise
  • Sangis Motell och Camping AB sehr netter Platz, Betreiber sind aus der Schweiz ausgewandert, leider nur direkt an der E4 gelegen, aber am Fluss mit der Möglichkeit zum Bootfahren, Militärmuseum in der Nähe
  • Wäsche gewaschen
Tag: 18Datum: Montag, 24.08.2020
Start: 49.942 km | 14:00 UhrEnde: 50.123 km | 19:00 Uhr
Startort: Sagnis (SE)Zielort: Piteå (SE), 65°14’42.6″N 21°34’48.2″E
Tageskilometer: 181 kmWetter: 18 °C, sonnig 
Routendetails: E4, E10, LuleåStellplatz: frei SandängesstrandenLandschaftsschutzgebiet

Besonderheiten am Tag: 

  • Luleå Ishockey Arena aufgesucht
  • Abendspaziergang an der Ostsee bzw. dem Bottnischen Meerbusen, hier konnte man die Ebbe und Flut an der Ostsee etwas beobachten
Tag: 19Datum: Dienstag, 25.08.2020
Start: 50.123 km | 11:10 UhrEnde: 50:375 km | 17:20 Uhr
Startort: Piteå (SE)Zielort: Umeå (SE), 63°45’09.1″N 20°18’31.4″E
Tageskilometer: 252 kmWetter: 18 °C, sonnig
Routendetails: E4, E12Stellplatz: Parkplatz Naturreservat Vogelbeobachtungsstation

Besonderheiten am Tag: 

  • Abstecher an die Ostsee zum Frühstück, kleine Bucht sehr nett
  • Schwedischer “Highway” nicht so interessant wie Norwegen
  • Stimmungseinbruch/ kleiner Lagerkoller aufgrund schlechter Nachrichten
  • Spaziergang Naturreservat Vogelbeobachtungsstation, 2,1 km, Zugang nur über Hängebrücke
Tag: 20Datum: Mittwoch, 26.08.2020
Start: 50.375 km | 10:50 UhrEnde: 50.687 km | 18:30 Uhr
Startort: Umeå (SE)Zielort: Galtström (SE) 62°09’59.0″N 17°30’44.9″E
Tageskilometer: 312 kmWetter: 18 °C, sonnig 
Routendetails: E4Stellplatz: Haven Galtström (Gegen Spende) 

Besonderheiten am Tag: 

  • sehr netter freier Stellplatz (Gegen Spende) mit WC an einem Hafen
  • Abendspaziergang, altes Schiff
Tag: 21+22Datum: Do + Fr, 27+28.08.2020
Start: 50.687 km | 13:05 UhrEnde: 51.004 km | 18:00 Uhr
Startort: Galtström (SE)Zielort: Kiplingeberge (SE)
Tageskilometer: 317 kmWetter:  17°C, Sonne bis Dauerregen 
Routendetails: E4Stellplatz: bei der Gastfamilie

Besonderheiten am Tag: 

  • Besuch der Gastfamilie, Fußballtraining, Hundespaziergänge, Reiten, Gastgeschenke (Buchstaben/Perlenketten hergestellt, Knotenbuch)
  • Wäsche gewaschen 😉
  • Geburtstagsabendessen
  • Wassereinbruch Frieda 😦
Tag: 23Datum: Samstag, 29.08.2020
Start: 51.004 km | 15:15 UhrEnde: 51.138 km | 23:45 Uhr
Startort: Kiplingeberge (SE)Zielort: Stockholm (SE), 59°10’12.7″N 18°14’06.6″E
Tageskilometer: 134 kmWetter: 14 °C, Regen
Routendetails: E4Stellplatz: Parkplatz Nationalpark Tyresta

Besonderheiten am Tag: 

  • Versuch Reparatur Wassereinbruchsstelle, wie sich später rausgestellt hat, leider nicht von Erfolg
  • Besuch der Großmutter väterlicherseits -> Farmor (Vaters Mutters)
  • Besuch von Freunden in Stockholm
  • zum Schlafen wieder die Innenstadt verlassen
Tag: 24Datum: Sonntag, 30.08.2020
Start:51.138  km | 12:15 UhrEnde: 51.441 km | 19:00 Uhr
Startort: Stockholm (SE)Zielort: Ödeshög (SE), 58°16’05.5″N 14°37’03.6″E
Tageskilometer: 303 kmWetter: 14-19 °C, Sonne bis Regen 
Routendetails: E4Stellplatz: Parkplatz Stora Lund Naturreservat

Besonderheiten am Tag: 

  • Überraschung beim Aufwachen, voller Parkplatz, beliebtes Ausflugsziel am Wochenende
  • Wandern im Nationalpark Tyresta, danach sofortige Flucht 😉
  • Anfahrt zum Schlafplatz nur über einen Golfplatz zuerreichen
  • Abendessen am Vätternsee, zweitgrößter See Schwedens mit sehr schönem Sonnenuntergang
  • erneuter Wassereinbruch 😦
Tag: 25Datum: Montag, 31.08.2020
Start: 51.441 km | 13:25 UhrEnde: 51.653 km | 17:20 Uhr
Startort: Ödeshög (SE)Zielort: Ö Femsjo (SE), 56°55’17.0″N 13°20’11.3″E
Tageskilometer: 212 kmWetter: 16 °C, sonnig 
Routendetails: E4, 40, 26, SkeppshultStellplatz: frei an der Badestelle Ibro badplats

Besonderheiten am Tag: 

  • Überraschung am Morgen, Training der Rettungstaucher der Feuerwehr
  • Wanderung im Naturreservat, Rückweg direkt über ein Golfplatzfeld 😉
  • Abstecher nach Skeppshult zum Pfannenkauf, besondere Gusseisern, für Freunde
  • Abendessen mit Sonnenuntergang und Baden im See
  • Anpassung der Route, Heimweg nicht mehr über die Öresundbrücke
Tag:  26Datum: Dienstag, 01.09.2020
Start: 51.653 km | 13:15 UhrEnde: 51.831 km | 19:40 Uhr
Startort:  Ö Femsjo (SE)Zielort: Tisvildeleje (DK) 56°03’19.3″N 12°03’22.8″E
Tageskilometer: 178 kmWetter: 19 °C, sonnig, Regen 
Routendetails: 26, E6, 237Stellplatz: Parkplatz Naturrum Tisvildeleje direkt am Meer

Besonderheiten am Tag: 

  • Erfrischen im See nach dem Erkundungslauf
  • Schwedische Vorräte auffüllen
  • Fähre Helsingborg Schweden nach Helsingør Dänemark (55 €)
  • Grenzübertritt, gefahrene Strecke in Schweden 2349 km
  • Sonnenuntergang über dem Meer
Tag:  27Datum: Mittwoch, 02.09.2020
Start: 51.831 km | 11:11 UhrEnde: 52.042 km | 16:10 Uhr
Startort: Tisvildeleje (DK)Zielort: Gedser (DK), 54°33’33.2″N 11°58’11.1″E
Tageskilometer: 211 kmWetter:20  °C, sonnig 
Routendetails: 267, 16, E47, 151, 153, E55Stellplatz: Parkplatz, Gedser Odde – Danmarks sydligste punkt

Besonderheiten am Tag: 

  • Aufwachen am Meer :), baden
  • Fahrt nach Gedser, ab ungefähr Køge nur noch über die Landstraße
  • Rückfahrt nun mit der Fähre von Gedser nach Rostock
  • nur ein kleiner Lebensmittelladen im Ort
  • südlichster Punkt Dänemarks (somit auch Skandinaviens) besucht
  • Fähre gebucht
  • Sonnenuntergang über dem Meer
Tag: 28 bis 30Datum: 03.-05.092020
Start: 52.042 km | 13:00 UhrEnde: 52.452 km | 17:35 Uhr
Startort: Gedser (DK)Zielort: Stahnsdorf (D)
Tageskilometer: 410 kmWetter: 22 °C, Sonne/Regen
Routendetails: E55, A19, A10Stellplatz: frei

Besonderheiten am Tag: 

  • Fähre Gedser- Rostock (109 €), 13:30 bis 15:45 Uhr
  • zurückgelegte Strecke in Dänemark 832 km
  • Familienbesuch in Rostock
  • Treffen HanseMöwe, Austausch von Norwegengeschichten
  • Schlafplatz: an der Warnow, alter Fähranleger
  • Samstag Pritzwalk, Stellplatz im Hainholz, Märchenpfad
  • Sonntag Familienbesuch, Heimreise
  • Gesamtstrecke 8132 km 

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