Weltreise

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13. Dezember 2020

Hej Leute! In den nächsten 12 Wochen wollen wir uns intensiver mit unserem wachsenden Traum einer Weltreise auseinandersetzen. Ab jetzt wird es jede Woche einen neuen Beitrag zu einem speziellen Thema geben – mit unseren Ideen, Vorstellungen und Fragen.

Dazu haben wir einen eigenen Fragebogen entwickelt und andere Reise-Blogger*innen zu ihren Reisen befragt. 

Wir wollen euch mit auf unsere Welt-Reise-Planung nehmen! Also seid gespannt und meldet euch gern mit euren Fragen, Ideen und Tipps!

Unsere Themen in der Übersicht:

WOCHE 1: Unsere Motivation

“Ich wollte entdecken, Abenteuer und Freiheit finden und endlich raus aus einem engstirnigen System.” – Martin Zech (herrlehmanns-weltreise)

Mit Mut fangen die schönsten Geschichten an. 

Der Gedanke einer Weltreise wächst schon seit längerer Zeit in unseren Köpfen. Seit wir uns kennen und schließlich geheiratet haben, sind wir gern zusammen unterwegs und haben das Reisen mit dem Wohnmobil bzw. Camper für uns entdeckt. Auf unserer ersten Tour ging es im Sommer 2016 mit dem alten – damals noch von meinem Vater geliehenen – Wohnmobil für 14 Tage nach Schweden. Und von da an hatte uns das “Vanlife auf Zeit” gepackt. Im August 2020 waren wir 4 Wochen mit unserem eigenen, selbst ausgebauten Transporter “Frieda” unterwegs und sind bis zum Nordkap und zurück durch alle Länder Skandinaviens gefahren. Wir haben Rentiere, Delfine und Elche in freier Wildbahn gesehen. Wir sind quer durch Norwegen und Lappland gereist und waren so begeistert von der wunderschönen, wilden Natur.

Doch die relativ kurzen Reisen während unserer gesetzlich vorgeschriebenen Urlaubstage reichen uns nicht mehr aus. Wir wollen mehr von der Welt sehen. Wir wollen länger unterwegs sein können und die Freiheit haben zu entscheiden, wo wir bleiben wollen oder eben auch nicht. Wir sind neugierig auf die Welt, auf andere Länder und Kulturen. Wir wollen mehr Freiheit finden und unser Fernweh stillen. Wir wollen unsere Komfortzone verlassen und aus unserem Alltag und der Routine ausbrechen. Wir wollen Neues erleben, Herausforderungen meistern und daran wachsen. Wir wollen entdecken, erfahren, spüren, empfinden, uns weiterentwickeln und die Welt mit eigenen Augen sehen. Wir wollen Geschichten erleben, Geschichten erzählt bekommen und Geschichten erzählen können. Wir wollen unsere Träume anpacken und nicht später das Versäumnis bereuen. Wir wollen lieber mal zu weit gehen, als nicht weit genug. Wir wollen die Zweifel und Ängste über Bord werfen und nicht zu viel Nachdenken.

Wann sollen wir die Welt sehen, wenn nicht jetzt? Worauf sollen wir warten, wenn wir nicht wissen, wie viel Zeit uns noch bleibt? Sollten wir nicht viel öfter einen Mutausbruch haben? 

Wie seht ihr das? Träumt ihr auch davon, für unbestimmte Zeit auf Reisen zu gehen? Wart ihr vielleicht schon auf Weltreise? Oder seid ihr gerade unterwegs? Teilt gern eure Erfahrungen mit uns. Was ist eure Motivation für das Reisen? 

Wir wünschen euch allen einen schönen 3. Advent! 🕯️🕯️🕯️


20. Dezember 2020

WOCHE 2: Die Wahl der Reisemittel & nachhaltiges Reisen

“Wir sind mit einem Expeditionsmobil (7,5 t) unterwegs. Es ist einfach viel cooler mit seinem eigenen Fahrzeug unterwegs zu sein. Wir können an verlassenen Stränden übernachten oder an einem wunderschönen See stehen. Man ist einfach viel flexibler mit dem eigenen Fahrzeug. Und man hat alles bei sich, was man braucht. Deswegen haben wir uns für eine Reise im eigenen Camper entschieden.“ – Steffi und Karsten von DinoAdventure

Wie wollen wir unterwegs sein? Zu Fuß, mit dem Fahrrad, dem Motorrad, mit Auto oder Campervan, mit dem Flugzeug, Bus, Zug oder Schiff? 

Um es kurz vorwegzunehmen: Nach aktuellem Stand würden wir die Weltreise mit unserem selbst ausgebauten Campervan “Frieda” (Ford Transit L3H3, Baujahr 2015) antreten oder ggf. mit einem größeren Expeditionsmobil. 

Unsere Gründe, die gegen andere Reisemittel sprechen: Zu Fuß oder mit dem Fahrrad würden wir viel zu lang brauchen und könnten auch nicht viel Gepäck mitnehmen. Das Gleiche gilt für eine Motorradtour oder wenn wir nur Öffentliche Verkehrsmittel nutzen würden. Durch diese Arten des Reisens wären wir auch immer sehr wetterabhängig und wir ziehen aus Erfahrung ein bequemes Bett mit Matratze eindeutig dem harten Zeltboden vor. Reisemittel wie Bus, Zug oder Schiff sind für uns also eher Hilfsmittel, um an einen Ort zu gelangen, wenn z.B. der Campervan verschifft wird oder um etwas zu erkunden. 

Und was wir zwar nicht hören wollen, aber eigentlich schon alle wissen: Die für die Umwelt schädlichste Art zu reisen ist mit dem Flugzeug. Ein Flug von Berlin nach Lissabon (Hin- & Rückflug) für 2 Personen hat eine Klimawirkung von 2008 kg CO2. Dafür können wir rund 12 Monate bzw. 12.000 km mit dem Auto fahren! Von uns aus sind es bis nach Lissabon etwa 2800 km. Wusstet ihr, dass es einen Emissionsrechner gibt, der zunächst den entstandenen Umweltschaden von Flug- und Schiffsreisen und daraus dann eine Kompensationssumme errechnet, die man für verschiedene Klimaschutzprogramme spenden kann?

Und wo wir schon beim Thema Nachhaltigkeit sind: Wir machen uns natürlich auch Gedanken darüber, wie wir ökologisch, sozial, umweltbewusst und achtsam reisen können. Wir wollen unser Bestes tun, um unsere Reisen so nachhaltig wie möglich zu gestalten (#sanftertourismus). Wir wollen die lokale Bevölkerung unterstützen, möglichst wenig Müll produzieren, so gut es geht auf Einweg und Plastik verzichten (z.B. durch nachfüllbare Wasserflaschen, Wasserfilter für Leitungswasser, Obst- und Gemüsenetze statt Plastiktüten), keine tierunfreundlichen Aktivitäten machen (um so Tierquälerei nicht zu unterstützen), außerdem setzen wir größtenteils auf eine digitale Reiseplanung (z.B. mit Offline-Karten) und respektieren die lokale Kultur und ihre Traditionen (#nachhaltigertourismus). 

Zudem glauben wir, dass wir im Vergleich zu unserem jetzigen Leben nicht mehr Emissionen verursachen werden. Da wir unsere Wohnung kündigen bzw. zwischenvermieten, gibt es keinen Leerstand. Strom, Wasser, Warmwasser und Heizung verbrauchen wir so nicht mehr zu Hause, sondern unterwegs und das alles auf viel weniger Quadratmetern. So werden wir Wasser und Energie sparen. Die Menge des Kraftstoffes richtet sich größtenteils nach der Reisegeschwindigkeit, aber bis dato sind wir auch in unserem Alltag täglich auf Fahrzeuge angewiesen, egal ob zur Arbeit oder im Berufsleben. Wir werden mehr auf regionale und saisonale Lebensmittel zurückgreifen und sogar müssen, da die Länder, die wir unter anderem bereisen wollen, gar nicht so industrialisiert sind, wie unsere moderne (verschwenderische) Welt. Außerdem vermuten wir, dass wir im Allgemeinen weniger konsumieren werden als in Deutschland. Keine Online-Bestellungen, kein Lieferservice, keine (Print-)Abonnements usw..

Weitere Gründe, die für den Campervan sprechen: Mit dem Van haben wir immer unsere “Unterkunft” dabei und sind viel freier und unabhängiger, u.a. bei der Suche nach einem Schlafplatz. Wir müssen seltener etwas vorher buchen und sind flexibler, weil wir nicht so viel vorausplanen müssen. Durch den Selbstausbau konnten wir den Transporter genau auf unsere Bedürfnisse abstimmen. Zudem schafft das Reisen mit dem eigenen Camper einen höheren Sicherheits- und Wohlfühlfaktor sowie mehr Schutz vor Tieren und Witterung. 

Ob der Transporter jedoch für längere Reisen geeignet ist – da sind wir uns noch nicht sicher. Wir haben z.B. keine Dusche oder abgetrennte Toilette und der Platz ist natürlich begrenzt. Deshalb können wir uns die Weltreise auch sehr gut mit einem größeren Expeditionsmobil (z.B. LKW mit Wohnkoffer) vorstellen. Steven träumt schon von einem Bundeswehr-Allrad-LKW, z.B. MAN TGA 18.360 oder Mercedes-Benz Axor 1829 R (LKW-Führerschein hat er, nur leider sind diese momentan viel zu teuer). Mit einem Expeditionsmobil wären wir länger autark und es gäbe Platz für eine Dusche, abgetrennte Toilette und kleine Rückzugsorte (z.B. Bett und Sitzgruppe). Das ist natürlich eine finanzielle Frage, aber wir halten auf jeden Fall unsere Augen und Ohren offen und schauen, was sich bis zu Beginn der Reise noch so ergibt!

Wie seid ihr unterwegs (gewesen) und warum habt ihr euch für dieses Reisemittel entschieden? Wie denkt ihr über euren ökologischen Fußabdruck beim Reisen? Habt ihr noch Tipps für uns? Schreibt es uns gern in die Kommentare. Wir freuen uns über eure Antworten. 

Wir wünschen euch allen einen schönen 4. Advent! 🕯️🕯️🕯️🕯️


27. Dezember 2020

WOCHE 3: Reiseroute & Zeit

“Die Kunst des Reisens ist nicht das Planen, sondern das Tun.“Martin Krengel

Auf dem Landweg nach Australien! So oder so ähnlich könnte unser Ausbruch…ähm…Aufbruch heißen. Aber wie schon bei den vorherigen Themen sind auch bei der Route einige Faktoren zu beachten oder müssen wir als gegeben akzeptieren, z.B. Reisedauer, Jahreszeit, Regenzeit, Haupt- und Nebensaison, Visa- und Einreisebestimmungen, maximale Aufenthaltsdauer und last but not least natürlich auch unsere finanziellen Mittel und die Lebenshaltungskosten im jeweiligen Land.  Für uns ist auf jeden Fall klar, dass wir nicht nur Deutschland oder Europa, sondern auch andere Kontinente bereisen wollen. Da wir dafür planen, unsere Jobs und die Wohnung aufzugeben, können wir für unbestimmte Zeit auf Reisen gehen. Dabei wird vermutlich die Finanzierung der ausschlaggebende Punkt für die Dauer unserer Reise sein. 

Bei unserer Befragung ist herausgekommen, dass die meisten ihre Reise zwischen 6 Monaten und 3 Jahren vorher geplant haben. Dabei gilt, je länger die Reisedauer, desto länger die Planung im Voraus. Da wir allerdings frühestens in 3 Jahren aufbrechen werden, haben wir noch genug Zeit und uns noch nicht auf eine bestimmte Route festgelegt. 

Alle Länder und Ziele zu bereisen, die uns interessieren, ist vermutlich utopisch, es sei denn, wir haben 10 Jahre Zeit für unsere Reise. Also müssen wir wahrscheinlich aussortieren und einige Länder von unserer Liste streichen. Dabei werden wohl Kriterien wie Reisewarnungen und Sicherheitslage, schwierig zu bereisende Länder (z.B. schlechte Infrastruktur, kaum Englischkenntnisse), günstige oder teure Reiseländer sowie Krankheiten und Impfungen ausschlaggebend sein. Voraussetzung für die Einreise in die meisten Länder Südamerikas ist beispielsweise eine Gelbfieberimpfung.

Übersicht durchschnittlicher Tageskosten in verschiedenen Ländern:

(Quelle der Informationen: https://www.thelinkforlife.com/weltreise-route-planen)

Schwierigkeitsgrade für zu bereisende Länder

EinfachEuropa, Nordamerika, Australien, Neuseeland, Südostasien
MittelZentralamerika, Japan, Südafrika, Peru, Bolivien
SchwierigZentralasien, große Teile Afrikas, China, Indien, Russland, Mongolei
(Quelle der Informationen: https://www.thelinkforlife.com/weltreise-route-planen)

Zudem verändert sich die Welt stetig und bis zu unserem Start könnten inzwischen einige Wege nicht mehr passierbar oder eben auch zu gefährlich sein. Wir müssen uns weiterhin überlegen, in welcher Reihenfolge wir welche Länder bereisen wollen. So ist es heute z.B. nicht mehr möglich in die USA einzureisen, wenn man vorher schon einmal im Iran war.

Ein Tipp, den wir in unserem Fragebogen von anderen Reisenden übrigens mehrmals bekommen haben, war, dass wir nicht zu viel planen sollen, weil sowieso meistens alles anders kommt, als man es vorher so schön geplant hat. Wir versuchen also so offen und flexibel wie möglich zu sein, damit unvorhergesehene Änderungen oder auftretende Schwierigkeiten uns die Reise nicht vermiesen. Außerdem wollen wir uns Zeit lassen, Land und Leute kennenzulernen (mindestens 3 Wochen pro Land) und uns die Möglichkeit offen halten, zu bleiben, wo es uns gefällt oder eben manchmal auch schneller als gedacht weiterzureisen.    

Folgende Routen sind aktuell in unserer engeren Auswahl:

Route 1: “Ab in den Westen: Entlang der Panamericana (Von Nord- bis Südamerika)”

Route: Deutschland (Verschiffung von Hamburg nach Halifax)  → NORDAMERIKA: Kanada  → Alaska  → USA  → Mexiko  → Karibik  → ZENTRALAMERIKA: Belize  → Guatemala  → Honduras  → Nicaragua  → Costa Rica  → Panama  → SÜDAMERIKA: Kolumbien  → Ecuador  → Peru  → Bolivien  → Chile  → Argentinien  → Ushuaia  → Uruguay (Verschiffung von Montevideo nach Hamburg möglich)

(Bild erstellt mit https://map1.maploco.com/visited-countries/

Zu beachten:

  • Verschiffung notwendig (ca. 3000 €, zzgl. Flüge + Übernachtungen)
  • Achtung: Campervan zu hoch für normale Standard-Container (max. Höhe 2,59 m) → High Cube Container (aber Inventar nicht versichert, kein Transport von Gefahrengut, Lebensmitteln und Gewürzen, Arzneimitteln, Alkohol, Drogen, Waffen etc., Gepäck muss “blickleer” verstaut sein)
  • Länder mit zum Teil sehr teuren Lebenshaltungskosten 
  • Versicherungs-, Einreise- und Arbeitsbedingungen, Visa notwendig
  • internationaler Führerschein (Foto) bis zu 3 Monate gültig in Kanada
  • Sicherheit, Krankheiten und Impfschutz
  • Spannungswandler nötig, 110 V  

Route 2: “Ab in den Osten” oder “Auf dem Landweg nach Australien” 

Route: Berlin → Polen  → Belarus oder Ukraine  → Russland  → Kasachstan  → Mongolei → China → Vietnam → Laos → Thailand → Kambodscha → Malaysia → Indonesien → Australien

(Bild erstellt mit https://map1.maploco.com/visited-countries/)

Zu beachten:

  • keine Verschiffung notwendig, auf dem Landweg möglich, ca. 13.000 km
  • auch Route über Schweden, Finnland nach Russland denkbar 
  • kyrillische Schriftzeichen 
  • nur in Sommermonaten möglich
  • viele Länder mit günstigen Lebenshaltungskosten 
  • China nur mit Reisebegleitung / Guide möglich (ggf. Teilung der Kosten durch mehrere Reisende), Reiseroute muss genehmigt werden 
  • Versicherungs-, Einreise- und Arbeitsbedingungen, Einladung / Visa nötig
  • internationaler Führerschein notwendig 
  • Sicherheit, Krankheiten und Impfschutz 
  • ggf. Weiterfahrt / Verschiffung nach Vancouver, Kanada möglich (ca. 5000 €) 

Möglicher Rückweg: Australien → Indonesien → Malaysia → Thailand → Indien → Bangladesh → Pakistan → Iran → Türkei → Bulgarien → Rumänien → Ungarn → Österreich → Deutschland

(Bild erstellt mit https://map1.maploco.com/visited-countries/)

Welche Route findet ihr besser und warum? Wie seid ihr auf euer Ziel bzw. die Reiseroute gekommen? Wie lange habt ihr die Reise(n) vorher geplant? Wie lange seid oder wart ihr unterwegs? Schreibt es uns gern in die Kommentare. Wir freuen uns auf eure Antworten.


03. Januar 2021

Woche 4: Visa und Einreisebestimmungen

„Das Reiseziel ist nie ein Ort, sondern eine neue Art, die Dinge zu betrachten.“Henry Miller

Heute geht es um das Thema Visa und Einreisebestimmungen. Diese sind auf unsere möglichen Routen abgestimmt und keinesfalls vollständig. Am einfachsten ist sicherlich die Einreise zu touristischen Zwecken. Für ein Working-Holiday-Visum sind wir leider schon zu alt (gilt nur bis 30 Jahre). Wenn wir also in einem Land auch arbeiten und nicht nur reisen wollen, brauchen wir dementsprechend fast immer ein (anderes) Visum. Zudem gibt es in einigen Ländern zusätzliche (und manchmal absurde) Einreisebestimmungen (z.B. Lebenslauf, medizinisches Zertifikat mit Auskunft über mögliche HIV-Infektion).

Eine Tabelle zu unseren Reiseländern mit einer Übersicht zu Visumspflicht, Bearbeitungszeit, Kosten, Dauer, Verlängerung und Einreisebestimmungen findet ihr hier:

Mehr Reise- und Sicherheitshinweise zu den einzelnen Ländern gibt es beim Auswärtigen Amt.

Folgende zusätzliche Infos haben wir für uns herausgefunden:

Internationaler Führerschein:

  • In einigen Ländern benötigen wir zusätzlich zum nationalen Führerschein einen Internationalen Führerschein, um Autofahren zu dürfen. Das gilt meist bei Ländern außerhalb der EU (z.B. USA, Kanada, Russland, Weißrussland, Ukraine, Kirgisistan, Tadschikistan, Usbekistan, Kasachstan, Aserbaidschan, Albanien). 
  • Zusätzliche Bestimmungen gelten für China (chinesischer Führerschein), Thailand (Muster von 1926, Aufenthalt länger als 3 Monate thailändischer Führerschein) und Japan (japanische Übersetzung).
  • Der Internationale Führerschein ist nur in Verbindung mit dem nationalen Führerschein gültig. Er ist kein eigenständiger Führerschein, sondern ein Zusatzdokument. 
  • Es gibt zwei verschiedene Ausfertigungen: einmal nach dem Muster des Straßenverkehrsabkommens von 1968 (3 Jahre gültig) und einmal nach dem Muster des Abkommens von 1926 (1 Jahr gültig).
  • zu beantragen ist er bei der Führerscheinstelle mit biometrischem Lichtbild, Kosten ca. 15 Euro 
  • Mehr Infos gibt es beim ADAC.
Internationaler Führerschein (Quelle: imago images)

Carnet de Passages: Der Reisepass für unser Fahrzeug

  • Das Carnet de Passages ist ein Zoll- und Grenzdokument. 
  • Es wird für die vorübergehende zollfreie Einfuhr eines Fahrzeuges in vielen Ländern Afrikas, Asiens, Südamerikas sowie in Australien und Neuseeland verlangt.
  • Ausnahmen: Bangladesch (Kaution), Indien (Bestätigung vom ADAC), Indonesien (vorab Information an indonesischen Automobilclub)
  • Kosten für ADAC-Mitglieder 210 €, für Nicht-Mitglieder 310 €
  • Mehr Infos gibt es beim ADAC.

ETA oder E-Visum

  • ETA ist die Abkürzung für „Electronic Travel Authority„, eine elektronische Reisegenehmigung, die auch als ETA Visum, Online Visum oder E-Visum bezeichnet wird. E-Visum ist die Kurzbezeichnung für elektronisches Visum.
  • Wenn wir eine Reisegenehmigung für ein visumpflichtiges Land beantragen, ist es nicht immer notwendig, vor der Reise die jeweilige Botschaft oder das Konsulat des Landes aufzusuchen. Im Falle einiger Staaten ist es möglich, den kompletten Antragsvorgang online abzuwickeln. 
  • Zusätzlich benötigt man oftmals weitere Unterlagen wie z.B. ein digitales Foto in Farbe und eine Farbkopie des Reisepasses (mind. 6 Monate gültig).
  • Ein E-Visum sollte in den meisten Fällen ausgedruckt vorliegen, sie sind aber leider nicht immer für eine Einreise auf dem Landweg ausreichend. 
  • Zumeist sind die digitalen Varianten nur bei touristischen Reisezwecken oder Geschäftsvisa erhältlich. 
  • Darüber hinaus ist die Reisedauer beschränkt. Wenn wir beispielsweise beabsichtigen, im Zielland zu arbeiten, zu studieren oder zu forschen reicht das E-Visum nicht aus.
  • In folgende Länder kann man mit einem E-Visum einreisen: Ägypten, Angola, Aserbaidschan, China, Indien, Iran, Kambodscha, Kenia, Laos, Russland, Tadschikistan, Tansania, Usbekistan, VAE (Tourist and Business)

Zweiter Reisepass

Unter Umständen kann es hilfreich sein, einen zweiten Reisepass zu haben, z.B. bei einer langen Bearbeitung für Visumsanträge in Botschaften oder die Ein- und Ausreise in bestimmte Länder mit komplizierten Einreisebestimmungen. Hier die Voraussetzungen:

  • Gemäß § 1 Abs. 3 Passgesetz (PassG) darf niemand mehrere Pässe der Bundesrepublik Deutschland besitzen, sofern nicht ein berechtigtes Interesse an der Ausstellung mehrerer Pässe nachgewiesen wird. Grundsätzlich ist also die Ausstellung eines zweiten Passes nicht möglich.  
  • Etwas anderes gilt nur bei Vorliegen eines berechtigten Interesses
  • Diese Regelung soll Missbrauch durch die Weitergabe durch den Passinhaber vorbeugen. Aus diesem Grund begeht auch derjenige, der durch unrichtige Angaben die Ausstellung eines weiteren Passes bewirkt, eine Ordnungswidrigkeit, die mit einer Geldbuße bis zu 5000 € geahndet werden kann (§ 25 Abs. 2 Nr. 2 PassG).
  • Ein berechtigtes Interesse liegt in der Regel immer dann vor, wenn die antragstellende Person in einen Staat einreisen will, der Deutschen vermutlich die Einreise verweigert, weil aus dem Pass ersichtlich ist, dass sie sich in bestimmten anderen Staaten aufgehalten haben (z.B. Einreise in arabische Länder mit israelischem Stempel oder Einreise in die USA mit arabischen Stempeln). 
  • Darüber hinaus wird ein berechtigtes Interesse u.a. auch für folgende Personengruppen angenommen: das fliegende Personal von Luftfahrtunternehmen und das seefahrende Personal von Seeschifffahrtsunternehmen. 
  • Nach der rechtswissenschaftlichen Literatur liegt ein berechtigtes Interesse in diesem Sinne etwa auch dann vor, wenn vielreisende Passbewerber*innen ihren Pass häufig zur Erteilung von Sichtvermerken abgeben müssen und zwischenzeitlich weitere Reisen unternehmen wollen.
  • Die bloße Möglichkeit, dass in Zukunft ein zweiter Pass benötigt wird, genügt nicht. Der bzw. die Antragsteller*in muss das berechtigte Interesse schlüssig, möglichst durch Vorlage von Unterlagen (Flugticket, Visabeschaffung usw.) darlegen.
  • Nicht als berechtigtes Interesse gelten beispielsweise allgemeine Begründungen, häufige Auslandsreisen alleine oder dass der Reisepass bereits vollständig mit Sichtvermerken bestempelt ist. 
  • Ob die Gründe als ausreichend angesehen werden, liegt im pflichtgemäßen Ermessen der Passbehörde.
  • Zweitpässe werden nur für 6 Jahre ausgestellt, ein vorläufiger Reisepass als Zweitpass gilt nur für 1 Jahr.  
  • zuständige Stelle ist die Passbehörde, in deren Bezirk man mit Hauptwohnsitz gemeldet ist (Gemeinde-/Stadtverwaltung), Kosten für Zweitreisepass mit 32 Seiten ca. 60 €, mit 48 Seiten ca. 82€, Bearbeitungsdauer ca. 4-8 Wochen
  • Aber aufgepasst: Reiseverlauf sollte immer Sinn ergeben und in manchen Ländern ist der Besitz eines Zweitpasses sogar illegal
  • Quelle: Deutscher Bundestag
  • Weitere hilfreiche Tipps: Reisepass in einem wasserdichten Beutel aufbewahren, die Hauptseite des Reisepasses einscannen und zwei Kopien machen

Habt ihr noch Tipps rund um Visa und Einreisebestimmungen für uns? Schreibt es gern in die Kommentare.


10. Januar 2021

WOCHE 5: Kosten & Finanzierung

„Wir haben vor Reisebeginn ca. 1 Jahr lang gespart. Haben unsere Wohnung und viele Verträge gekündigt, sind in mein Elternhaus gezogen, haben viel gearbeitet und unser Konsumverhalten eingeschränkt. Unterwegs versuchen wir sparsam zu leben; Essen, wo auch Einheimische einkehren, auf Märkten einkaufen und teure Touristen Spots eher zu meiden..“

Laura und Christoph von wir.fahren.ford

Die wohl schwierigste aller Fragen auf dem Weg zur Weltreise ist die nach der Finanzierung. Welche laufenden Kosten haben wir unterwegs? Welche Kosten fallen noch vor der Reise an? Und wie können wir das finanzieren? 

Einen ersten Eindruck bekamen wir aus den Antworten unserer Fragebögen: Einige der Befragten waren schon vorher selbstständig und können auch von unterwegs arbeiten, z.B. als Autorin, Art Director oder Übersetzer. Andere haben auf Reisen neue Möglichkeiten nach ihren Fähigkeiten gefunden, mit denen sie auch unterwegs Geld verdienen können, z.B. durch Reisefilmen und Filme machen, Bloggen, YouTube, einen Online-Shop oder das Marketing für einen Expeditionsmobil-Ausstatter. Viele haben natürlich auch vor der Reise fleißig gespart (ca. 1 bis 2 Jahre), ihr Hab und Gut verkauft, sparsam gelebt und reisen nun von ihrem Ersparten. 

Die Antworten zeigen schon einen guten Querschnitt der unterschiedlichen Finanzierungsmöglichkeiten. Doch beginnen wir von vorn:

Von welchen Faktoren ist abhängig, wie viel Geld wir benötigen? 

  • Ausrüstung 
  • Reisedauer
  • Reisestil und Konsumverhalten (z.B. Schlafen, Essen, Transport, Sightseeing)
  • Route / Reiseziele (z.B. Lebenshaltungskosten, teure und günstige Reiseländer) 
  • Geschwindigkeit / Zeit 
  • Touren / Aktivitäten (z.B. Tauch-/Angelschein, Motorradführerschein) 
  • einmalige Kosten VOR der Weltreise (z.B. für Ausrüstung, Impfungen, Visa, Verschiffung, Flüge)
  • laufende und fixe Kosten (z.B. Essen, Kraftstoff, Versicherungen)

Welche Kosten haben wir denn unterwegs genau? 

Es werden monatliche (laufende) und jährliche (fixe) Kosten auf uns zukommen.Monatliche Kosten fallen z.B. für unsere Verpflegung, Hygieneartikel, Übernachtungen und Sonstiges (z.B. Handy und Internet, weitere Visa, Kultur, Souvenirs, Wäsche waschen) an. Dazu kommen die Kraftstoff- und mögliche Reparaturkosten. Bei den Fixkosten müssen wir mit ca. 200 € im Jahr für die KFZ-Steuer rechnen, wenn wir das Fahrzeug weiterhin in Deutschland angemeldet lassen. Zudem brauchen wir folgende Versicherungen: 

  • KFZ-Versicherung inkl. Vollkasko Deutschland (ca. 650 € pro Jahr)
  • Zusatz KFZ-Versicherung für die Reiseländer, welche nicht durch die Versicherung (“grüne Karte”) abgedeckt sind (z.B. afrikanische Länder, Kosovo)
  • ADAC Plus-Mitgliedschaft (ca. 130 € für 2 Personen / Jahr)
  • Auslands-Krankenversicherung (ca. 900 € für 2 Personen / Jahr) 
  • evtl. Rentenversicherung (ca. 2000 € für 2 Personen / Jahr)
  • evtl. Unfallversicherung

Zur Kostenschätzung: Die allgemeine Faustregel unter Reisenden besagt, dass man ca.  1.000 € für 2 Personen im Monat für laufende Kosten benötigt – dies ist natürlich unterschiedlich und von den bereits o.g. Faktoren abhängig. Mit unseren geplanten Fixkosten liegen wir für 2 Personen bei etwa 4000 € im Jahr, also bei knapp 350 € zusätzlich pro Monat. Dementsprechend kosteteine Weltreise für 2 Personen rund 17.000 € für 1 Jahr und etwa 1400 € monatlich. Wir werden uns auf jeden Fall eine Finanztabelle anlegen (mit Übersicht, Schätzung, Limit), damit wir nach ein paar Monaten unsere Kosten realistischer einschätzen können.

Hier noch 3 Beispiele von anderen Reisenden, die rückblickend über ihre Kosten und Finanzierung berichten: Wir fahren Ford, beautiful vanlife und Sprintour.

Wie können wir das Reisen finanzieren? 

Da wir uns wahrscheinlich gegen ein zeitlich begrenztes Sabbatical oder unbezahlte Freistellung entscheiden werden (weil unsere Arbeitgeber es auch nicht anbieten) und lieber für unbestimmte Zeit auf Reisen gehen wollen, versuchen wir bis zu Beginn unserer Reise etwas Geld anzusparen und schließlich einige (oder viele) unserer Sachen zu verkaufen. Wahrscheinlich werden wir auch unsere Wohnung nicht untervermieten dürfen und sie dementsprechend kündigen. Auch wenn der Gedanke noch etwas schwer fällt, sind wir dadurch natürlich auch freier in unseren Entscheidungen, wo und wie wir zukünftig leben wollen, wenn keine Wohnung in Deutschland auf uns wartet. Wir können uns auch vorstellen, nachdem wir aufgebrochen sind, erst einmal ein paar Monate irgendwo zu arbeiten (z.B. in den Bereichen Gastronomie, Tourismus oder Landwirtschaft), um Geld anzusparen, wenn die größten unserer laufenden Kosten weggefallen sind (z.B. Miete).  Wir haben auch schon einmal darüber nachgedacht, ein Crowdfunding Projekt im Vorfeld zu starten, sind uns da aber sehr unsicher, ob das funktionieren würde. Über Sponsoren oder Spenden würden wir uns natürlich auch freuen.

Mobil arbeiten: Gern würden wir von unterwegs arbeiten und so unsere (Weiter)Reise finanzieren. Vielleicht müssen wir uns dafür auch selbstständig machen. Dabei sind wir offen, ob wir beispielsweise durch Reise- und Testberichte, Foto- und Videomaterial, als Blogger oder Content Creator für Social Media, andere Auftragsarbeiten oder durch Kooperationen, Produktplatzierungen und Werbeeinnahmen etwas dazuverdienen. Unsere Reisekasse möchten wir auch weiterhin durch den Verkauf unserer selbst veröffentlichten Bücher auffüllen. Vielleicht können wir unterwegs auch weitere Bücher (und/oder eBooks) über das Reisen veröffentlichen. Oder wir finden unterwegs heraus, was wir selbst herstellen und verkaufen können (z.B. Schmuck, Lebensmittel) und eröffnen (später dazu) einen Online-Shop? 

Auch beim Thema Finanzierung gibt es viele Möglichkeiten und wir wollen möglichst aufgeschlossen sein und ausprobieren, was uns liegt und gut oder eben auch nicht so gut funktioniert und welche Stärken wir vielleicht sogar noch in uns entdecken werden, von denen wir bisher nichts ahnen.

Wie habt ihr eure Reise finanziert? Habt ihr unterwegs gearbeitet? Was haltet ihr von unserer Kostenschätzung? Habt ihr noch weitere Tipps für uns? Schreibt es uns gern in die Kommentare. Wir freuen uns über eure Antworten.


17. Januar 2021

WOCHE 6: Organisation vor der Abreise – Teil I: Gesundheitliche Vorbereitungen

“Die Menschen stolpern nicht über Berge, sondern über Maulwurfshügel.” – Konfuzius

Auf los, geht’s los! Aber nicht zu schnell! Woran müssen wir vorher alles denken? Was brauchen wir auf unserer Reise? Wir beschäftigen uns in den nächsten 3 Beiträgen damit, was wir alles vor der Abreise organisieren müssen. 

Dazu gehören:

  • Gesundheitliche Vorbereitungen (Teil I)
  • Versicherungen und Verträge (Teil II)
  • Dokumente (Teil II)
  • Ausrüstung und Packliste (Teil II)
  • Abmeldung bei den Behörden (Teil III)

Gesundheitliche Vorbereitungen

Vor Beginn der Reise werden wir noch einmal alle präventiven, ärztlichen Untersuchungen durchführen lassen (z.B. Zahnarzt, Augenarzt) und uns unsere Dauermedikamente besorgen. 

Doch das wichtigste bei den gesundheitlichen Vorbereitungen für eine Weltreise sind wohl die Impfungen. Wir werden auf jeden Fall bei den Reisevorbereitungen (rechtzeitig!) unseren Impfschutz (Diphtherie, Tetanus, Pertussis, Masern, Mumps, Röteln, FSME) kontrollieren und ggf. auffrischen lassen. Von der STIKO (Ständige Impfkommission) werden zudem Reiseimpfungen gegen folgende Krankheiten empfohlen: Cholera, Gelbfieber, Hepatitis A und B, Influenza, Japanische Enzephalitis, Meningokokken der Serogruppen ACWY, Poliomyelitis, Malaria, Tollwut und Typhus. Diese Empfehlungen können sich aber jederzeit ändern. Aktuelle Informationen diesbezüglich kann man beim Robert-Koch-Institut nachlesen. Individuell beraten lassen kann man sich bei spezialisierten, niedergelassenen Ärzten sowie Tropeninstituten und teilweise auch bei Gesundheitsämtern. Empfehlenswert sind auch die Internetseiten des Auswärtigen Amtes, welches über aktuelle gesundheitliche Risiken im Reiseland informiert.

Reiseimpfungen sind keine Standardimpfungen, werden aber manchmal trotzdem von den gesetzlichen Krankenkassen übernommen bzw. bezuschusst. Unsere Krankenkasse z.B. übernimmt die Impfung (mit einer Zuzahlung von 10%), wenn wir sie für eine private Auslandsreise brauchen und die STIKO die Impfung empfiehlt.

Da die häufigsten Reiseerkrankungen Übelkeit und Durchfall, Fieber und Hautprobleme umfassen, sind Vorsorgemaßnahmen hier besonders effektiv. Konsumieren wir ausschließlich sauberes Essen und saubere Getränke, minimieren wir Durchfallerkrankungen durch Infektionserreger. 

Das bewährte Motto „peel it, cook it, boil it or leave it“ (schäl es, gar oder koch es, oder lass es) erspart auf Reisen viele Unannehmlichkeiten.

E-Book-Empfehlung:

Dr. med. Hinrich Sudeck (Internist und Tropenmediziner): „Travel Guide – Für Ihre Sicherheit auf Reisen. Empfehlungen für Reisen in Länder mit besonderen gesundheitlichen Risiken„; 30 Seiten, kostenlos

Inhalte:

  • Was bedeutet „risikoreich“ in gesundheitlicher Hinsicht?
  • Informationen zur Sicherheit
  • Informationen zu häufigen Erkrankungen (z.B. Arbovirus-Infektionen, Malaria, Dengue, Chikungunya, Zika, Gelbfieber, Japanische Enzephalitis, Tollwut)
  • Reisevorbereitungen
  • Wichtige Vor-Ort-Hinweise
  • Was tun bei Erkrankung?
  • Verhalten nach der Reise

App-Empfehlung:Sicher reisen” – Reise-App vom Auswärtigen Amt

  • App mit Tipps und Checkliste für Reisevorbereitungen
  • Infos für Notfälle sowie Adressen der deutschen Vertretungen im Reiseland
  • zu jedem Land ausführliche, fortlaufend aktualisierte Reise- und Sicherheitshinweise
  • Themen u.a. Aktuelles, Sicherheit, Natur und Klima, Einreise und Zoll, Gesundheit
  • kurzer Überblick mit den wichtigsten geographischen, politischen und wirtschaftlichen Daten des Landes

Habt ihr noch Tipps für uns bezüglich der gesundheitlichen Vorbereitungen? Was haben wir noch vergessen? Schreibt es uns gern in die Kommentare. Wir freuen uns auf eure Antworten.

24. Januar 2021

WOCHE 7: Organisation vor der Abreise – Teil II: Versicherungen, Dokumente, Ausrüstung

“Alles was du besitzt, besitzt irgendwann dich.” – Fightclub

Auf los, geht’s los! Aber nicht zu schnell! Woran müssen wir vorher alles denken? Was brauchen wir auf unserer Reise? Letzte Woche ging es um die gesundheitlichen Vorbereitungen. In dieser Woche beschäftigen wir uns mit folgenden Themen zur Organisation vor der Abreise:

  • Versicherungen und Verträge
  • Dokumente
  • Ausrüstung und Packliste

Versicherungen

Welche Versicherungen brauchen wir unterwegs? Wir brauchen auf jeden Fall eine Auslandskrankenversicherung. Diese kostet für uns pro Person 325 € im Jahr. Aber diese Kosten sind ohne USA und Kanada, da die Summe dann auf 1216 € steigen würde. Für diese Länder lohnt es sich eine separate Versicherung abzuschließen, da man sich nach Visa-Bestimmungen sowieso nicht länger als 90 Tage in den USA oder 6 Monate in Kanada aufhalten darf.

Neben unserer Gesundheit müssen wir uns wohl auch mit Versicherungen schützen, aber welche von unseren Versicherungen ergeben überhaupt noch Sinn? Klar, wir brauchen die Haftpflichtversicherung unseres Fahrzeuges, aber die ist leider nicht in allen Ländern der Welt gültig, sondern nur in den Ländern, die auf der grünen (ab 2021 weißen) Versicherungskarte vermerkt sind. Außerhalb des europäischen Wirtschaftsraumes ist eine Zusatzversicherung nötig. Diese kann meistens auch an der Grenze abgeschlossen werden. Um Kosten zu sparen, kann das Fahrzeug in Deutschland vielleicht nur ein Saisonkennzeichen erhalten. Dann muss man sich aber im Klaren sein, dass eine Einreise nach Europa außerhalb der Saison nur schwer möglich ist.

Versicherungen und Verträge kündigen

Je nach Kündigungsfristen müssen wir daran denken, rechtzeitig unsere bestehenden Versicherungen und Verträge zu kündigen. Dazu zählen z.B.

  • Mietvertrag und Strom
  • TV und Internet
  • Handyverträge
  • Abonnements für Zeitschriften, Fitnessstudio 
  • Fahrzeuge abmelden (Steuern, Haftpflichtversicherung)
  • Gesetzliche Krankenkasse

Dokumente

Folgende Papiere und Unterlagen sollten wir auf unserer Reise dabei haben: 

  • Personalausweise
  • Reisepässe (noch mindestens 1 Jahr gültig)
  • Visa
  • Impfpässe
  • Nachweis Langzeit-Auslandskrankenversicherung  
  • Führerschein + in den meisten Ländern ist zum Führen eines Fahrzeuges ein internationaler Führerschein nötig
  • grüne (bzw. weiße) Versicherungskarte
  • (digitale) Kopien aller wichtigen Dokumente! 

Ausrüstung und Packliste

Wir haben für uns eine CHECKLISTE mit Dingen erstellt, die wir im Campervan auf Reisen dabei haben sollten bzw. auf die wir nicht verzichten wollen.

Unsere Checkliste haben wir unterteilt in:

  • Werkzeug  & Technik
  • Dokumente
  • Kleidung
  • Küchenutensilien
  • Badutensilien
  • Reiseapotheke
  • Diverses

Weitere Tipps und Tricks für unterwegs von A wie Aquaschuhe bis Z wie Zitronensäure aus unserer Erfahrung findet ihr hier

Natürlich haben sich auch schon ganz viele andere Reisende mit diesem Thema beschäftigt. Hier ein Video von Ania und Daniel von „Geh mal reisen“ zum Thema Packliste mit ein paar nützlichen Tipps:

Habt ihr noch Tipps für uns bezüglich der Vorbereitungen? Was haben wir noch vergessen? Fehlt noch etwas auf unserer Checkliste? Schreibt es uns gern in die Kommentare. Wir freuen uns auf eure Antworten. 

31. Januar 2021

WOCHE 8: Organisation vor der Abreise – Teil III: Abmeldung bei den Behörden

„Wenn es einen Nobelpreis für Bürokratie gäbe, würde er oft nach Deutschland gehen.“  – Richard R. Ernst

Auf los, geht’s los! Aber nicht zu schnell! Woran müssen wir vorher alles denken? Was brauchen wir auf unserer Reise? Letzte Woche ging es um Versicherungen, Verträge und Dokumente sowie um unsere Ausrüstung und Packliste. In dieser Woche beschäftigen wir uns mit dem letzten (trockenen) Thema zur Organisation vor der Abreise – Teil III: der Abmeldung bei den Behörden.

Abmeldung bei den Behörden

Müssen wir uns aus Deutschland abmelden? Ja, das Bundesmeldegesetz (BMG) besagt im §17 (2) folgendes: “Wer aus einer Wohnung auszieht und keine neue Wohnung im Inland bezieht, hat sich innerhalb von zwei Wochen nach dem Auszug bei der Meldebehörde abzumelden.” Bis zur Einführung des neuen Meldegesetz von 2015 war es möglich, sich für die Zeit der Weltreise einfach bei Freunden oder der Familie zu melden. Dies ist jetzt allerdings nicht mehr so einfach. Die Familienmitglieder oder Freunde, bei denen wir uns während unserer Reise melden könnten, müssen für unsere Ummeldung zusätzlich eine Bescheinigung ausfüllen, dass wir auch tatsächlich an der neuen Meldeadresse wohnen. Hier gibt es ein Muster dieser Wohnungsgeberbestätigung.  

Sich nicht in Deutschland abzumelden und bei der Familie oder Freunden eine feste Meldeadresse anzugeben, hat noch weitere Vorteile: So müssen wir beispielsweise das Kleingewerbe nicht abmelden. Außerdem benötigt man z.B. für den Abschluss einer Auslandskrankenversicherung, für die Eröffnung eines Kontos, die Beantragung einer Kreditkarte oder des internationalen Führerscheins eine Meldeadresse. 

Was ist mit der Krankenversicherung? Seit der Gesundheitsreform vom 01.04.2007 besteht grundsätzlich eine Versicherungspflicht für jede*n, die/der ihren/seinen gewöhnlichen Aufenthalt in Deutschland hat (nach § 5 Abs. 1 Nr. 13 SGB V). Dann müssten wir jedoch für eine teure Krankenversicherung zahlen, ohne ihre Leistungen überhaupt in Anspruch nehmen zu können, da sie im nicht-europäischen Ausland nicht gültig ist. Doch wenn wir als Pflichtversicherte eine Langzeit-Auslandskrankenversicherung abgeschlossen haben, können wir uns zum Tag des Reisebeginns von unserer gesetzlichen Krankenkasse abmelden (“Vorliegen eines anderweitigen Anspruchs auf Absicherung im Krankheitsfall”). Diese ist auch verpflichtet, uns nach Ende der Reise wieder aufzunehmen (da wir nicht in eine private Krankenversicherung gewechselt sind, also keinen Systemwechsel vorgenommen haben). 

Was ist mit der Rentenversicherung? Damit wir keine Lücke in der Rentenversicherung während des Reisens haben, könnten wir jeden Monat selbst einen freiwilligen Beitrag in die Rentenkasse einzahlen, wobei der Mindestbeitrag bei 83,70 € liegt. Das wären für uns beide pro Jahr etwas über 2000 €. Daraus ergibt sich zur Zeit allerdings gerade mal eine monatliche Rentensteigerung von rund 4,59 €. Das müssen wir uns wirklich gut überlegen, denn es ist ohnehin schwer zu sagen, was mit der Rente passiert, was wir später wirklich bekommen werden oder ob es bis dahin überhaupt noch Rente gibt. Wir könnten das Geld auch selber beiseite legen. 

Müssen wir uns arbeitslos melden? Nein, niemand ist gezwungen, sich arbeitslos zu melden. In Deutschland besteht keine Meldepflicht (außer beim Einwohnermeldeamt). Wenn wir unseren Anspruch geltend machen wollen, dann sollten wir uns auch arbeitslos melden. Hat man allerdings selbst gekündigt, wird man 12 Wochen lang bei der Agentur für Arbeit für das Arbeitslosengeld gesperrt. Durch die Sperrzeit wird auch die Dauer des möglichen Bezuges von Arbeitslosengeld verringert. Während der Reise erhalten wir also kein Arbeitslosengeld, nach der Rückkehr können wir jedoch innerhalb von 4 Jahren unseren Anspruch geltend machen. Nach der Rückkehr müssen wir uns also nur dann wieder bei der Agentur für Arbeit melden, wenn wir unseren Anspruch auf Arbeitslosengeld auch geltend machen wollen.

Ausführliche Infos zum Arbeitslos melden und zu den Sperrfristen haben bereits Ania und Daniel von “Geh mal reisen” in ihrem Blog sehr gut zusammengefasst. 

Und wohin mit unserer Post? Wir wollen gern weiterhin in Deutschland angestellt bleiben (vielleicht mit der Möglichkeit von “MotorHome-Office„) oder uns gar selbstständig machen. Hierfür benötigen wir ebenfalls eine deutsche Melde- und Postanschrift. Aber was machen wir mit unserer Post? Eigentlich sollte es nur noch wenig Post geben, aber auch hierfür gibt es Unternehmen, welche die Post öffnet und einscannt. Das kostet ca. 25 € pro Monat für bis zu 20 Sendungen. Wir denken aber, dieses Geld können wir uns sparen und auf die Familie zurückgreifen. 

Habt ihr noch Tipps für uns bezüglich der Abmeldung bei den deutschen Behörden? Was haben wir noch vergessen? Schreibt es uns gern in die Kommentare. Wir freuen uns auf eure Antworten.

7. Februar 2021

WOCHE 9: Kommunikation auf Reisen

„Es gibt kein sichereres Mittel festzustellen, ob man einen Menschen mag oder nicht, als mit ihm auf Reisen zu gehen.“ – Mark Twain

In der heutigen Woche 9 beschäftigen wir uns mit dem Thema “Kommunikation auf Reisen” und wie wohl das dauerhafte Reisen zu zweit auf engstem Raum sein mag. 

Kommunikation auf Reisen

Wir wissen jetzt noch nicht genau, wann wir wo wie lange sein werden und wie dort jeweils die technischen Voraussetzungen sein werden, doch wir sollten uns schon mal ein paar grundsätzliche Gedanken darüber machen, wie wir mit den Daheimgebliebenen wie Familie oder Freunde kommunizieren wollen? Nehmen wir einfach unsere Smartphones mit, kaufen wir etwas Günstigeres für unterwegs oder gar robuste Outdoor Handys? Oder vielleicht doch ein teures Satellitentelefon (ab 665 € aufwärts) für die ganz abgelegenen Orte? Besorgen wir uns eine internationale SIM-Karte oder kaufen wir lokale SIM-Karten im jeweiligen Land? Der Nachteil von lokalen SIM-Karten wäre, dass wir ständig neue Nummern hätten, was allerdings für die meisten Messenger-Dienste eigentlich keine Rolle spielt.

Einen Zugang zum Internet, WLAN oder Hotspots wird es in vielen Ländern sicherlich in Cafés, Kettenunternehmen, Hotels, Bibliotheken oder Universitäten geben. Fast wie selbstverständlich kann man heutzutage weltweite, kostenlose Hotspots auch mit digitalen Spürhunden finden – denn auch hierfür gibt es verschiedene Apps und Seiten mit Hotspot-Finder. Nützlich hierfür ist unser WLAN-Router mit zusätzlichen Antennen (mit Magnetfuß) zur Verstärkung, mit dem wir dann unseren eigenen Hotspot aufmachen können und der uns schon so manches Mal Internet beschert hat, wo es ohne Verstärkung sonst keines für uns gegeben hätte. 

So werden wir sicherlich in (un)regelmäßigen Abständen E-Mails schreiben und beantworten oder ab und zu sogar Videotelefonie mit der Familie machen können. Daneben wollen wir natürlich unseren Reise-Blog mit spannenden Reiseberichten füttern, Fotos oder Videos auf unseren Kanälen hochladen, je nachdem, ob wir damit auch etwas Geld verdienen wollen bzw. können.  

Eine (?) Sprache lernen während der Reise

Da wir nicht wie einige andere deutsche Urlauber*innen permanent davon ausgehen, dass die ganze Welt deutsch spricht und uns versteht, wenn wir nur laut genug reden, haben wir uns bisher immer vorher die wichtigsten Wörter und Sätze in die jeweilige Landessprache übersetzt. Hier gibt es natürlich auch viele praktische Apps oder Translator für unterwegs. Die Einheimischen freuen sich auch sehr darüber, wenn sie merken, dass wir Respekt zeigen und bemüht sind, ihr Land, ihre Kultur und ihre Sprache kennenzulernen. Im Übrigen kann es auch beim Tanken, Geld abheben, Einkaufen oder bei den Öffnungszeiten ganz hilfreich sein. 

Die häufigsten Sprachen, die auf einer Weltreise gelernt werden, sind Englisch und Spanisch. Wir haben beide einen Russisch-Kurs an der Volkshochschule gemacht, weil wir es in der Schule nicht hatten und wir denken, dass wir schon etwas weiter kommen, wenn wir zumindest die kyrillische Schrift lesen und dann übersetzen können. Mit dem Hintergrund einer Weltreise macht so ein Sprachkurs zuhause auch gleich viel mehr Spaß. Zudem nutzen wir täglich eine kostenlose Sprachlern-App, in der wir öfter zwischen Englisch, Russisch, Spanisch und Schwedisch wechseln. Unsere Synapsen im Gehirn freuen sich. 

Wir denken, dass wir auch vor Ort den einen oder anderen Sprachkurs machen oder sogar ein paar Privatstunden nehmen können. Wir hoffen, dass es uns durch den direkten Gebrauch des Gelernten bei der praktischen Anwendung in alltäglichen Situationen leichter fällt, die Sprache zu erlernen. Wir haben auch schon vom Prinzip des “Travelling Classroom” gehört, wo man das Sprache lernen mit dem Reisen verbindet. Da wird der Lehrende gleichzeitig zum Reiseführenden. Zudem können Auslandserfahrung, Sprachkenntnisse und interkulturelle Kompetenz für unseren weiteren Lebensweg nur hilfreich sein. 

Ein Reisetagebuch führen

Das Reisen durch andere Länder und Kulturen wird unseren Horizont erweitern und uns sicherlich das ein oder andere Mal auch zum Nachdenken anregen. Wir werden so viel erleben, was wir auf irgendeine Art und Weise festhalten wollen (Text, Fotos, Videos). Wir haben auf unseren bisherigen Touren schon gemerkt, dass es fast unmöglich ist, jeden Tag so lebhaft in Erinnerung zu behalten, wenn wir täglich so viel Neues und Schönes erleben. Ein Reisetagebuch zu führen, gibt uns die Möglichkeit, alle Eindrücke und Erinnerungen zu konservieren, um später darüber zu philosophieren oder sie wieder in unser Gedächtnis zu rufen. Da wir sicherlich nicht täglich Internet zur Verfügung haben und bloggen werden, halten wir jeden Tag zumindest in wenigen Stichpunkten handschriftlich fest. Dafür haben wir bereits ein eigenes Roadbook kreiert und produziert. 

Reisen zu zweit auf engstem Raum

Was sollen wir tun, wenn uns mal die Decke auf den Kopf fällt? Gerade Kristin braucht ab und zu ihren Freiraum und auch mal etwas Zeit für sich. Nach ein paar Jahren Ehe weiß Steven das inzwischen und geht öfter auch mal allein wandern, joggen oder Rad fahren, wenn wir unterwegs auf Reisen sind. Bei gutem Wetter werden wir uns viel im Freien aufhalten, doch mit länger anhaltenden Schlecht-Wetter-Phasen müssen wir auch rechnen. Aber wie werden wir die Konflikte zwischen uns lösen? Das Wichtigste ist wohl eine ehrliche und wertschätzende Kommunikation. Wir müssen Konflikte und Streitigkeiten sofort lösen, da wir uns nicht aus dem Weg gehen können. Wir sind gespannt, ob wir das gut hinbekommen und uns immer wieder versöhnen werden. Wir haben auch schon von Paaren gehört, die sich auf längeren Reisen getrennt haben wegen andauernder Meinungsverschiedenheiten, weil eine*r starkes Heimweh durch einen Kulturschock bekommen hat oder die Realität sich anders darstellt als in ihren Vorstellungen. Quarantäne, Lockdown und Homeoffice sind allerdings schon gute Übungen für ständiges Beisammensein.   

Habt ihr noch Tipps zur Kommunikation auf Reisen für uns? Habt ihr unterwegs eine Sprache gelernt? Was macht ihr bei dicker Luft? Schreibt es uns gern in die Kommentare. Wir freuen uns auf eure Antworten. 

14. Februar 2021

WOCHE 10: Unterwegs fit halten

“Bewegung ist die Seele aller Dinge.” – Paul Klee

Unterwegs fit halten

Bewegung ist essentiell für unsere Gesundheit. Doch besonders auf langen Reisen kann gerade die schon mal in Vergessenheit geraten. Aber zu viel Sport kann auch schnell eine Reise beenden. Wie verhalten wir uns jetzt richtig? 

Eine Reise in fremde Länder kann, muss aber nicht gefährlich sein, wenn man sich selbst fit und gesund hält, denn die medizinische Versorgung für den Notfall ist meistens nicht annähernd so gut wie in Deutschland. Daher sollte man besser auf “Extremsport” verzichten. Dies kann jede*r für sich selbst definieren. Die meisten Verletzungen entstehen durch Unachtsamkeit oder durch zu viele externe Einflüsse, wie z.B. zu hohes Gewicht beim Krafttraining. 

In unserem Fragebogen haben die meisten Reisenden angegeben, selten regelmäßig Sport auf Reisen zu machen (außer natürlich diejenigen, die mit dem Rad unterwegs sind). Wenn sie sich sportlich betätigen, wurden oft Spaziergänge oder Wandern, Yoga, Radfahren, Schwimmen oder Kajak fahren genannt. Einmal ist ein Springseil mit an Bord, eine*r nannte Sport-Apps, um sich fit zu halten und einmal wurden auch Kinder als Grund für genügend Bewegung genannt. 

Meistens halten wir uns unterwegs auch durch einfache Bewegung wie regelmäßiges Spazierengehen fit. Gesteigert werden kann dies natürlich durch Wandern oder Joggen. Aber das erhöht wiederum auch das Verletzungsrisiko (und beansprucht zudem die Geruchsnerven intensiver, man sollte in diesem Fall also eine Möglichkeit zum Waschen von Körper und Kleidung haben). 

Wir nehmen uns 7.000 bis 10.000 Schritte am Tag vor (dank Fitnessuhr und -armband leicht zu kontrollieren), das wäre mit zwei Erkundungstouren am Morgen und am Abend realisierbar. Spaziergänge lassen sich auch gut mit Sightseeing oder Besorgungen in Verbindung bringen. So sind wir beispielsweise schon 17 km an einem Tag durch Belgrad gelaufen. Wir besuchen auch immer häufiger Nationalparks, die sich wunderbar zum Wandern anbieten. Als wir noch mit Achim unterwegs waren, hatten wir auch einige Male unsere Fahrräder dabei. Eine Tagestour jedoch ungeübt mit 50 Kilometern zum Bärenpark im steilen Norwegen, spürte Kristin dann auch noch einige Tage später. 

Yoga und Pilates stehen auf unser “To-learn”-Liste. Schwimmen ist auch eine gute Alternative, denn dies stärkt die Rumpfmuskulatur und benötigt wie Spazieren oder Wandern nicht viel an Ausrüstung.

Da unser Platz und die Gewichtsreserve in der Frieda nicht mehr groß sind, fallen für uns leider Sportarten wie Tauchen, Radfahren, Kajak fahren oder Surfen aufgrund des zusätzlichen Gewichtes aus. Solche Ausrüstungen können wir uns unterwegs natürlich auch ausleihen, um z.B. das Surfen oder Tauchen einmal auszuprobieren. Einige Sportarten und Fitnessgeräte gibt es auch unterwegs ab und zu auf Campingplätzen, am Strand oder in öffentlichen Parks und auf Spielplätzen wie z.B. Tischtennis, (Beach-)Volleyball oder Outdoor-Fitnessgeräte, die man kostenfrei nutzen oder gegen eine Gebühr wie z.B. Minigolf oder Sauna mieten kann.

Und hin und wieder zu improvisieren oder umzufunktionieren, hat doch auch was:

Was macht ihr, um euch unterwegs fit zu halten? Musstet ihr schon einmal eure Reise aufgrund einer Verletzung oder Krankheit abbrechen? Wer von euch geht Geocachen? Das kann eine interessante Aufgabe beim Spazieren gehen sein, aber ist wohl nur in hoch entwickelten Ländern verbreitet!? Schreibt uns eure Erfahrungen gern in die Kommentare. Wir freuen uns auf eure Antworten.

21. Februar 2021

WOCHE 11: Unsere Blogroll – Top 5

Was ist eigentlich eine Blogroll und brauchen wir das?! Eine Blogroll ist eigentlich ein Relikt aus den Bloganfängen, hat aber bis heute noch eine große Relevanz. Man versteht darunter eine Linksammlung auf seinem eigenen Blog in der Sidebar oder auf einer extra dafür eingerichteten Seite. Hier werden die Lieblingslinks zum eigenen Thema oder aber auch zu anderen Themen geteilt – meist verlinken diese zugleich auf die anderen Blogs. Manchmal wird die Blogroll auch in Kategorien unterteilt. So haben wir das heute auch gemacht. Ihr findet hier unsere jeweiligen Empfehlungen – besser gesagt unsere TOP 5 – zum Thema “Reisen” in den Kategorien Bücher, Zeitschriften, Filme, Social Media Kanäle und Podcasts. Viel Spaß beim Stöbern!

Unsere Top 5 6 in der Kategorie “Bücher”

Empfehlung 1: Thor und Maria Braarvig: “Sechs Paar Schuhe – Wie wir die Welt bereisten und die Heimat fanden”

“Wie weit müssen wir reisen, um die Heimat zu finden?” Die Antwort auf diese Frage suchen das norwegische Ehepaar Thor und Maria, indem sie mit ihren vier Kindern ein Jahr lang um die Welt ziehen. Sie sind auf der Suche nach dem Leben, das sie führen wollen. Auf der Suche nach einem Platz, wo sie bleiben können. Auf der Suche nach Freiheit und Frieden in ihren Herzen. Denn sie wollen auch ein Leben hinter sich lassen: Aufgewachsen in einer religiösen Kommune in Norwegen müssen sie erst lernen, frei zu sein. Wie sagt man sich los von dem, was man so lange für die Wahrheit gehalten hat? Dieses Buch ist mehr als die Geschichte einer Reise. Es ist auch die Geschichte einer Vergangenheitsbewältigung – schonungslos offen, voller Wagemut, Zärtlichkeit und Abenteuer.

Empfehlung 2: Christopher Schacht: “Mit 50 Euro um die Welt – Wie ich mit wenig in der Tasche loszog und als reicher Mensch zurückkam”

4 Jahre, 45 Länder, 100.000 Kilometer – Christopher Schacht ist erst 19 Jahre alt und hat gerade sein Abitur in der Tasche, als er eine verrückte Idee in die Tat umsetzt: Mit nur 50 Euro »Urlaubsgeld« reist er allein um die Welt. Nur mit Freundlichkeit, Flexibilität, Charme und Arbeitswillen ausgestattet, ohne Flugzeug, ohne Hotel, ohne Kreditkarte. Humorvoll und mitreißend erzählt er von seinen unglaublichen Erlebnissen und verrät, was er unterwegs über das Leben, die Liebe und Gott gelernt hat. Eine faszinierende Story, die Lust macht, Neues zu wagen und seine Träume zu leben! 

Empfehlung 3: Dean Nicholson: “Nalas Welt: Ein Mann, eine Straßenkatze und eine Freundschaft, die alles ändert”

Als Dean von seiner Heimat Schottland aus zu einer Weltreise aufbrach, wollte er so viel wie möglich über den Zustand unseres unruhigen Planeten erfahren. Er war schon eine Weile unterwegs, als er auf einem Berg zwischen Bosnien und Montenegro auf ein zerrupftes Kätzchen mit klaren Augen und struppigem Fell traf. Dean nahm das kleine Bündel an Bord, nannte es Nala – und seitdem sind die beiden unzertrennlich. Ihre Erlebnisse verbreiten sie auf Instagram und Youtube als „1bike1world“ und bezaubern so die Menschen auf der ganzen Welt.

Empfehlung 4: Nick Martin: “Die geilste Lücke im Lebenslauf – 6 Jahre Weltreisen”

In seinem kaufmännischen Bürojob läuft Nick sein Leben davon. Nach einem Winterurlaub in Neuseeland beschließt er einen Cut: Er lässt Job und Sicherheiten, Freunde und Alltag zurück und geht auf Weltreise. Aus einem Jahr werden bald sechs Jahre, und aus dem jungen Mann aus der fränkischen Provinz wird ein anderer Mensch. Auf seinen Reisen durch über 70 Länder lernt er mehr fürs Leben als in jeder noch so steilen Karriere.

Empfehlung 5: Samira Mousa: “Und morgen die Welt – Wie ich einen Schicksalsschlag in das größte Abenteuer meines Lebens verwandelte”

Einmal rund um den Globus – Mit Multipler Sklerose auf Weltreise! Samira Mousa erhält mit Anfang 20 die Diagnose Multiple Sklerose. Als Reaktion darauf beschließt sie, ihren Job bei einer Musikagentur zu kündigen, startet einen erfolgreichen MS-Blog und wandert nach Santiago de Compostela. Die MS ist ihr Warnschuss und so verabschiedet sie sich vom ewigen »Irgendwann mache ich das noch«, sagt ihrer Heimat Berlin Lebewohl und macht sich trotz aller Warnungen auf zu ihrem bisher größten Abenteuer: eine Reise um die Welt. Dabei lässt sie ihre Leser*innen teilhaben an ihren Herausforderungen, Freundschaften und ihrem Weg zu sich selbst.

Ja gut, eine Empfehlung gibt es noch. Dafür dann einen Podcast weniger.

Empfehlung 6: Dennis Kailing: “Besser Welt als nie

“Besser Welt als Nie” erzählt die Geschichte von Dennis Kailing, der mit 24 Jahren auf einem Fahrrad losfährt, um die Welt für sich zu entdecken. Nach 43.600 km, 41 Ländern auf 6 Kontinenten und der Umrundung unseres Planeten kehrt er unbeschadet an den Ort zurück, von dem er vor über 2 Jahren losgefahren war. Ist die Welt wirklich so grausam und gefährlich, wie sie so oft dargestellt wird? Wer Dennis auf seiner Reise begleitet, stellt fest: Diese Welt ist bunt, sie ist aufregend, wunderschön, manchmal bizarr. Und vor allem verdammt abenteuerlich.

Unsere Top 5 in der Kategorie “Zeitschriften”

Empfehlung 1: Explorer Magazin (Zeitschrift für Allrad Globetrotter) 

Empfehlung 2: Campervans (Magazin für Kastenwagen und Campingbusse)  

Empfehlung 3: 4×4 Travel (Magazin für Offroad-Reisen) 

Empfehlung 4: 4×4 Action (Magazin für echte Offroader)

Empfehlung 5: Off Road (das erste 4×4 Magazin Deutschlands)  

Unsere Top 5 in der Kategorie “Filme”

Empfehlung 1: Zwei Familien auf Weltreise, Nordwärts, Ebbe und Mut (von Sechs Paar Schuhe)

Empfehlung 2: Expedition Happiness (wunderschöner Soundtrack von Mogli)

Empfehlung 3: WEIT. Die Geschichte von einem Weg um die Welt.

Empfehlung 4: “Besser Welt als nie” (2020)

Empfehlung 5: 972 BREAKDOWNS – Auf dem Landweg nach New York

Unsere Top 5 in der Kategorie “Social Media Kanäle”

Empfehlung 1: Dino Adventure  (Instagram, Facebook, YouTube)   

Steffi & Karsten von Dino Adventure. Mit ihrem Expeditionsmobil (ein Iveco B80C80 namens Dino) reisen sie entlang der Panamericana. Gestartet sind sie im Mai 2019 in Kanada.

Empfehlung 2: Herman unterwegs (Instagram, Facebook, YouTube)     

Alles rund ums Reisen und Leben in selbstgebauten Campern und (Allrad)-Wohnmobilen.

Empfehlung 3: Passport Diary (Instagram, Facebook, YouTube)     

Camper Nomade Paul, unabhängiges Reisen mit dem Fahrzeug, lebt und arbeitet von überall auf der Welt. Sein kleines Wohnmobil (alter Mercedes Bus) ist dabei sein Zuhause und Schaltzentrale für Berichte und Tipps und Tricks rund ums Vanlife. Er hat in den letzten 5 Jahren mehr als 30 Länder in Europa und Asien bereist und ist schon fast 4 Jahre dauerhaft im Camper unterwegs.

Empfehlung 4: 4x4PASSION – Offroad, Camping, Reisen (Instagram, Facebook, YouTube)

deutschsprachiges YouTube Video-Magazin zu den Themen Offroad, Overlanding und Outdoor, Informationen aus der Szene – locker verpackt in YouTube-Videos

Empfehlung 5: Pistenkuh (Instagram, Facebook, YouTube)  

Langzeitreisende Sabine und Burkhard Koch, seit 16 Jahren und 9 Monaten unterwegs, 634.839 km mit Expeditionsfahrzeug, mit Geländewagen und Kamera, Offroad in einzigartiger Landschaft, Infos, (Drohnen)-Bilder, Erlebnisse und Inspiration

Unsere Top 5 4 in der Kategorie “Podcasts”

Empfehlung 1: Ania & Daniel – der Podcast (geh_mal_reisen

Empfehlung 2: Reisen, Reisen – Der Podcast mit Jochen Schliemann und Michael Dietz 

Empfehlung 3: Hauptsache raus – der OUTDOOR-Podcast

Empfehlung 4: Off The Path – Reisepodcast über Reisen, Abenteuer, Backpacking und mehr…

Wie sieht eure Blogroll aus? Habt ihr noch weitere Geheimtipps für uns zu tollen Büchern, Zeitschriften, Filmen, Kanälen oder Podcasts zum Thema “Reisen”? Schreibt es gern in die Kommentare. Wir freuen uns auf eure Antworten.

28. Februar 2021

WOCHE 12: Die Rückkehr

“Rückkehr ist am schönsten als Heimkehr des Gereiften.” – Peter Horton 

Alles hat ein Ende, nur die Wurst hat zwei! So auch unsere Reise, aber wann, wie und vor allem wo ist noch offen und wird sich ergeben. Die letzte Heimkehr von Kristin war vor fast 7 Jahren aufgrund eines Jobs, in dem sie noch heute arbeitet. Steven hat sein Heimatdorf noch nie wirklich verlassen müssen, denn es liegt günstig zwischen Potsdam und Berlin. Und nur so haben wir uns kennengelernt und können jetzt gemeinsam starten. Aber wieso setzen wir uns vor der Reise schon mit der Rückkehr auseinander? Weil wir gern vorbereitet sind, wie ihr in den letzten Wochen vielleicht schon festgestellt habt. Was wird uns zuhause erwarten? Und wo wird zuhause sein? Heimat bleibt Heimat, aber “home is where your heart is” (oder doch lieber “home sweet motorhome”?). Wird es wieder die alte Heimat werden oder finden wir in der Welt einen neuen Platz, an dem wir länger bleiben wollen, weil es uns dort gut gefällt oder wir eine neue Berufung finden?

Auf Reisen sind wir niemand 
und wir können sein, wer wir wollen.
Tabula Rasa - Neuanfang 
Zuhause sind wir jemand 
und haben unsere Rollen. 
Doch ist das noch von Belang?

Wir werden uns verändern, werden uns weiterentwickeln, wir werden vermutlich als andere Menschen zurückkehren. Doch wie wird der Vorher-Nachher-Vergleich ausfallen? Vielleicht haben wir eine neue “Sprache” gelernt, die zuhause nicht alle verstehen? Werden wir noch die gleichen Interessen und Ansichten wie unsere Freunde haben? Wollen wir wieder im selben Ort wohnen? In den gleichen Jobs arbeiten? Während unserer Reise bekommen wir sicherlich einen guten Blick “von außen” auf unser altes Leben und werden erkennen, was wir behalten, ändern oder auch aufgeben wollen. Wir wollen etwas Neues wagen und sind offen für Veränderungen. Noch ist alles ungewiss. Alles kann, nichts muss. Die Zukunft wird es uns zeigen. 

Nur eines ist uns jetzt schon klar: Nach der langen Zeit des Reisens wird es ungewohnt sein. Also planen wir vor der neuen Sesshaftigkeit noch etwas Zeit zur Akklimatisierung ein. Wikipedia definiert Sesshaftigkeit wie folgt: “Als Sesshaftigkeit wird das dauerhafte oder zumindest langjährige Wohnen an einem Ort bezeichnet, der als Siedlung bezeichnet wird. Der Grad der Sesshaftigkeit ist abhängig von der Verfügbarkeit der Nahrungsressourcen.” Das ist schon mal gut, dann sind wir also nicht gleich für die Ewigkeit gebunden. Das nimmt uns vorab schon mal den Druck, den perfekten Ort finden zu müssen. Dieser kann also auch zeitlich begrenzt sein. 

In dieser Phase der Akklimatisierung müssen wir uns sicherlich erst einmal wieder an das “normale” Leben gewöhnen, da man auf Reisen viel mehr in seiner eigenen Welt lebt, dort andere Themen in den Vordergrund rücken und auch andere Regeln gelten. Abwechslung wird wohl am Anfang helfen und etwas in Erinnerungen schwelgen. Diese vielen Eindrücke müssen verarbeitet werden und wie macht man das am besten? – Man erzählt darüber. Und das vorzugsweise bei einem (anti-)alkoholischen Getränk und Lagerfeuer. Nur was sagen wir, wenn wir nach unserer Reise gefragt werden? Wie kann man diese ganzen Eindrücke kurz zusammenfassen? – нормальна [normalʹna]! Wir mögen diese russische Antwort. Nicht gut, nicht schlecht. Oder wie das schwedische “lagom” – genau richtig. Denn diese Reise und das damit verbundene Leben war ja für uns die letzte Zeit “normal”. Vielleicht werden wir auch gar nicht so häufig gefragt, weil durch Social Media doch jede*r zumindest etwas mitbekommen haben wird? Aber wie gehen wir damit um? Vermutlich löst es wieder Fernweh aus. Das bekommen wir ja relativ schnell. Kann Fernweh eigentlich jemals gestillt werden oder flammt es immer wieder auf, egal wie lange man vorher unterwegs war? So wie nach dem ersten Tattoo? Ist nach der Reise vor der Reise? Nach unserem letzten Roadtrip zum Nordkap(p) hat es leider kein Vierteljahr gehalten. Also sollte uns am besten nicht so rasch das Geld ausgehen, damit wir nicht wieder vorschnell mit Hemd und Lackschuh täglich aus dem Speckgürtel in die Landes-(Vor-)Hauptstadt ins Büro fahren müssen.

Wie lange seid ihr unterwegs gewesen? Wie habt ihr euch nach eurer Rückkehr gefühlt? Habt ihr noch Tipps gegen Fernweh oder zur Akklimatisierung zurück in Deutschland? Schreibt es gern in die Kommentare. Wir freuen uns auf eure Antworten.

7. März 2021

WOCHE 13: Fragebogen-Spezial mit „Dino Adventure“

“Stop Dreaming, Start Planning!” – Dino Adventure

Nachdem wir euch nun 12 Wochen lang mit auf unsere Weltreise-Planung genommen haben, wollen wir euch noch zwei besondere Paare vorstellen, die beide derzeit auf Reisen sind und unseren Fragebogen im Vorfeld ausgefüllt haben. Und wir beginnen heute mit Steffi und Karsten von „DinoAdventure“. Zwischen den ganzen Camper-Ausbau-Videos, die Steven im letzten Winter geschaut hat, ist er auf den Vlog der beiden Overlander gestoßen. Die beiden waren uns von Anfang sympathisch. Einerseits stillen sie mit ihren Videos unser Fernweh, andererseits entfachen sie unsere Abenteuerlust noch mehr. Aber schaut bzw. lest selbst, so haben die beiden Weltreisenden auf unsere Fragen geantwortet:

1. Was war eure Motivation für die Weltreise?

Unsere erste Motivation war die Kündigung von Karsten. Er hat seinen Job gekündigt, weil sein ehemaliger Arbeitgeber ihn von Leverkusen nach Essen versetzt hat. Zu seiner Schichtarbeit kamen dadurch zusätzliche 80 km pro Strecke hinzu. Keine Freizeit mehr. Anschließend kündigte ich (Steffi) auch meinen Job. Denn unsere zweite Motivation war der Film „Expedition Happiness„. Cooler Film. Solch eine Reise wollten wir auch machen. Gesagt getan.

2. Wie lange habt ihr die Reise vorher geplant?

Die Reise haben wir nicht wirklich lange vorher geplant. Ca. 1,5 Jahre vorher fingen wir an uns nach Fahrzeugen umzusehen und kauften uns ein Expeditionsmobil, einen Iveco B80C80. Wir tauften ihn Dino.

3. Wie seid ihr auf euer Ziel bzw. die Reiseroute gekommen?

Wie oben schon erwähnt, fanden wir den Film „Expedition Happiness“ total schön und das hat uns angeregt auch solch eine Reise zu machen. Der Unterschied war nur, dass wir uns keinen Schulbus in den USA gekauft hatten, sondern hier in Deutschland einen Iveco. Die Panamericana mit dem eigenen Fahrzeug zu fahren, ist einfach traumhaft.

4. Wie seid ihr unterwegs und warum habt ihr euch für diese Art des Reisens entschieden?

Wir sind mit einem Expeditionsmobil (7,5 t) unterwegs. Es ist einfach viel cooler mit seinem eigenen Fahrzeug unterwegs zu sein. Wir können an verlassenen Stränden übernachten oder an einem wunderschönen See stehen. Man ist einfach viel flexibler mit dem eigenen Fahrzeug. Und man hat alles bei sich, was man braucht. Deswegen haben wir uns für eine Reise im eigenen Camper entschieden.

5. Wie lange seid ihr unterwegs?

Wir waren von Mai 2019 bis Juli 2020 unterwegs mit unserem Dino. Wir sind quer durch ganz Kanada gefahren, waren oben im wunderschönen Alaska, sind durch die vielfältige USA gefahren und waren zum Schluss in Mexiko. Dort steht unser Dino auch noch aktuell auf einer Farm von einem deutschen Auswanderer. Wir hoffen, dass wir im März 2021 zurück nach Mexiko können.

6. Wie finanziert ihr die Reise?

Wir haben immer schon sehr viel gespart. Deswegen konnten wir uns die Reise finanzieren. Hinzu kommt, dass wir einen YouTube-Kanal gestartet haben, dadurch konnten wir uns auf unserer Reise etwas hinzuverdienen. Vor kurzem haben wir uns selbstständig gemacht. Wir werden nämlich bald unsere erste Webseite und unseren Online-Shop veröffentlichen.

7. Wie haltet ihr euch unterwegs fit?

Also regelmäßigen Sport haben wir nie gemacht. Wir hatten uns in der Corona-Zeit in Mexiko mal ein Springseil gekauft und haben das auch eine Zeit lang benutzt. Ansonsten ist man ja echt immer draußen und geht auch mal wandern. Aber wie gesagt, die krassen Sportler sind wir nicht. 😁

8. Wie fühlt ihr euch, wenn ihr von einer Reise zurückkehrt?

Als wir im Juli 2020 zurückgeflogen sind (wegen Corona), hatten wir gemischte Gefühle. Auf der einen Seite haben wir uns gefreut, weil uns am Ende ganz schön langweilig war. Es hatte alles geschlossen und wir konnten kaum noch etwas machen. Aber auf der anderen Seite waren wir auch sehr traurig, dass die Reise jetzt erst einmal auf unbestimmte Zeit unterbrochen ist. Wir freuen uns einfach jeden Tag, dass wir bald wieder zurück können nach Mexiko. So ging es uns auch, wenn wir nur im Urlaub waren. War der Urlaub vorbei, freuten wir uns direkt auf die nächste Reise.

Weitere Tipps, Anregungen, Weisheiten, Länder, Sehenswürdigkeiten:

Vor unserer großen Reise waren wir viel nur mit unseren Rucksäcken unterwegs. Unsere gemeinsamen Länder, die wir bereist haben: Mallorca & Ibiza, Costa Rica, Sri Lanka, Thailand, Kambodscha, Sulawesi (Indonesien), Curacao und Ägypten (zum tauchen). Sehr empfehlen hiervon können wir euch auf jeden Fall Costa Rica und Sulawesi mit dem Rucksack, beides sind Traumländer, die viel zu bieten haben und welche man unserer Meinung nach bedenkenlos auch auf eigene Faust bereisen kann. Wir freuen uns schon riesig darauf, bald wieder, aber diesmal mit dem eigenen Camper nach Costa Rica fahren zu dürfen, diesmal mit ein bisschen mehr Zeit im Gepäck. 😊

Danke, dass wir mitmachen durften.

Steffi & Karsten von Dino Adventure (Instagram, Facebook, YouTube)

21. März 2021

WOCHE 14: Fragebogen-Spezial mit „Wir fahren Ford“

“Wenn es dich glücklich macht, dann reise!“ – Laura von Wir.fahren.Ford

Nachdem wir euch 12 Wochen lang mit auf unsere Weltreise-Planung genommen haben, wollen wir euch noch zwei besondere Paare vorstellen, die beide derzeit auf Reisen sind und unseren Fragebogen im Vorfeld ausgefüllt haben. Heute stellen wir euch Laura und Christoph (mit Hündin Molly) von „Wir fahren Ford“ vor. Sie fahren Ford – wie wir auch – das verbindet wohl. Auf die beiden sind wir bei Instagram gestoßen. Und so haben sie auf unsere Fragen geantwortet:

1. Was war eure Motivation für die Weltreise?

Ehrlich gesagt ein Film. Der Wunsch nach einer Langzeitreise schlummerte schon lange in mir. Doch erst als Christoph aus einem Kinofilm nach Hause kam, in dem es um einen Van-Ausbau und die anschließende Reise auf der Panamericana ging, wurde der Grundstein gelegt (Anmerkung der Redaktion: Es handelt sich ebenfalls um den Film „Expedition Happiness). Ab diesem Moment hat uns der Gedanke an eine solche Reise nicht mehr losgelassen und wir begannen Pläne zu schmieden und umzusetzen.

2. Wie lange habt ihr die Reise vorher geplant?

Geplant haben wir ca. 1 Jahr lang.

3. Wie seid ihr auf euer Ziel bzw. die Reiseroute gekommen?

Wir reisen von Panama nach Kanada (so zumindest der Vor-Corona-Plan). Eigentlich wollten wir die gesamte Panamericana bereisen, haben dann aber entschieden, uns auf Nord- oder Südamerika festzulegen. Denn zwischen beiden Kontinenten hätte uns noch eine kostspielige Verschiffung erwartet. Die Inspiration lieferte auch hier wieder der besagte Kinofilm.

4. Wie seid ihr unterwegs und warum habt ihr euch für diese Art des Reisens entschieden?

Wir reisen in einem selbst ausgebauten Camper-Van (Anmerkung der Redaktion: „Dan (The van)„. Bereits der Ausbau des Campers war für uns irgendwie Teil dieses ganzen Abenteuers. In unserem Kopf gab es keine andere Reise-Option.

Anmerkung der Redaktion: Aktuell sind die beiden in Mexiko unterwegs mit einem dort gekauften Ford Expedition Geländewagen. Sonst fahren sie ebenfalls einen Ford Transit, der jedoch repariert werden muss (Motorschaden 😱). Wir drücken die Daumen.

5. Wie lange seid ihr unterwegs?

Wir sind seit einem Jahr und zwei Monaten unterwegs. Wie lange wir noch reisen werden, steht noch nicht fest. Je nachdem, wie lange es die aktuelle Situation und unser Budget zulassen.

6. Wie finanziert ihr die Reise?

Wir haben vor Reisebeginn ca. 1 Jahr lang gespart. Wir haben unsere Wohnung und viele Verträge gekündigt, sind in mein Elternhaus gezogen, haben viel gearbeitet und unser Konsumverhalten eingeschränkt. Unterwegs versuchen wir sparsam zu leben, essen dort, wo auch Einheimische einkehren, kaufen auf Märkten ein und meiden eher teure Touristenspots. In Costa Rica – einem der teuersten Länder unserer Reise – haben wir außerdem über einen Monat lang für Kost und Logis gearbeitet.

7. Wie haltet ihr euch unterwegs fit?

Um ehrlich zu sein: recht wenig. Klar, wir gehen hin und wieder wandern und versuchen tägliche Spaziergänge in unseren Tagesablauf zu integrieren, aber so richtig fit hält das nicht. Während des Lockdowns habe ich (Laura) mit täglichem Yoga begonnen und versuche diese Routine nun auch unterwegs so gut wie möglich beizubehalten.

8. Wie fühlt ihr euch, wenn ihr von einer Reise zurückkehrt?

Laura: Normalerweise fühle ich mich nach der Rückkehr sehr komisch. Ein bisschen zerrissen. Ich freue mich auf Freunde und Familie, die man unterwegs ja immer vermisst. Trotzdem fällt es mir schwer, dann wieder in einen Alltag, fernab des Reisens, zu finden.

Weitere Tipps, Anregungen, Weisheiten, Länder, Sehenswürdigkeiten:

Puh… Keine richtigen Tipps, außer vielleicht: Wenn es dich glücklich macht, dann reise! Denk‘ vorher nicht zu viel darüber nach, was alles schief gehen oder wie du bestimmte Dinge realisieren sollst. Denn wenn uns diese Reise eines gelehrt hat, dann, dass die meisten unserer Pläne wieder verworfen wurden, alles anders kam als gedacht und sich doch immer wieder neue Wege zeigen. Nie hätten wir für möglich gehalten, uns so lange in El Salvador aufzuhalten wie es nun, Corona-bedingt, der Fall ist. Doch auch solche unverhofften Wendungen lehren uns so vieles und lassen uns ein Land intensiv kennenlernen, das wir normalerweise nur flüchtig bereist hätten.

Laura und Christoph von Wir.fahren.Ford (Homepage, Instagram, Facebook, YouTube)

21. März 2021

WOCHE 15: Jetzt seid ihr dran!

“Eines Tages wirst du aufwachen und keine Zeit mehr haben für die Dinge, die du immer wolltest. Tu sie jetzt.“

Paulo Coelho

Jetzt seid ihr dran! Denn nach der Weltreise-Planung ist vor der Weltreise!

Wir sind noch entschlossener als vor der Planung! Das Fernweh wird jeden Tag größer. Was uns noch fehlt, ist etwas Feedback von euch. Wir haben festgestellt, dass Facebook gar nicht so “tot” ist, wie es ihm nachgesagt wird. Von dort aus kommen die meisten Zugriffe auf unsere Homepage. Wir wollen euch gern weiter mitnehmen auf unserer Reise! Denn was ist schöner, als Momente zu teilen? Aber eins vorweg: Es soll kein Neid aufkommen! Denn was wir schaffen können, schafft auch jede*r andere. Sich zusammen zu freuen, ist auch die bessere Wahl. Wir wollen für alle Daheimgebliebenen Eindrücke sammeln, denn Beweggründe dafür gibt es viele. Nicht mehr so mobil und/oder flexibel zu sein, z.B. aufgrund von Job, Familie oder dieser Sesshaftigkeit, sich nicht in der Situation oder Lage zu befinden, lange auf Reisen gehen zu können oder vielleicht sogar Angst vor Veränderungen oder fremden Sprachen und Kulturen?

Wir wollen von euch wissen: Was interessiert euch besonders? Was sollen wir ändern? Wer könnte uns unterstützen? Wie könnte eine mögliche Unterstützung aussehen? Wir sind offen für vieles, wollen aber natürlich nicht unsere Seele verkaufen. Bis jetzt sind alle unsere Inhalte frei und kostenlos, das wollen wir eigentlich auch so beibehalten. Doch unser Erspartes wird nur etwa für 1 Jahr reichen, wenn unser Plan so aufgeht. Genau wissen wir das jedoch erst im Nachhinein.  

Wir haben mal einen kleinen Fragebogen entwickelt, der uns die Auswertung erleichtert. Jetzt seid ihr also dran! Hier geht es zum Fragebogen. Es sind nur 5 Fragen, geht relativ schnell und tut auch nicht weh! Wir sagen schon mal Danke fürs Ausfüllen!

Wir freuen uns auch sehr über Anregungen, Tipps oder Kontaktvermittlungen für Kooperationen. Also wer etwas weiß oder jemanden kennt, der jemanden kennt, darf uns gern vermitteln. 😊

Was wir uns z.B. so vorstellen könnten:

  • Reise- oder auch Ralley-Begleitung (Social Media/ Mechaniker/ Rooky)
  • Erprobung von Routen, Material
  • Auftragsarbeiten in jeglicher Form (Schrift, Bild, Übersetzungen, Engineering usw.)
  • geringfügige Anstellung mit mobilem Arbeiten (Erstellung und Pflege von Homepages, Anfertigen von Leistungsverzeichnissen oder Stromlaufplänen etc.)

Habt recht herzlichen Dank, dass ihr uns bei unserer Weltreise-Planung begleitet habt und immer schön weiter kommentieren, liken und vor allem weitersagen! ❤️

Vielen Dank sagen Steven und Kristin von SKA Blogg – hoffentlich bald on (world) tour.

6 Kommentare zu „Weltreise

Gib deinen ab

  1. Liebe Kristin, das klingt sehr aufregend und schon ein wenig aufgeregt 🙂 was total schön ist, denn so eine Euphorie kann tatsächlich anstecken. In mir steckt momentan noch kein Wunsch an eine Weltreise, aber wer weiß, vielleicht kommt das ja irgendwann. Allerdings mag ich das Reisen innerhalb Europas sehr gerne. Am liebsten auch mit dem Campingbus. Bislang waren wir (zu dritt) innerhalb Deuschlands, der Schweiz, Frankreich, Dänemark und Schweden unterwegs und hoffen, das irgendwann (zu fünft) wieder mal machen zu können. Ich bin gespannt auf eure Planung und irgendwann auf die Umsetzung. Liebe Grüße, Carolin

    Gefällt 2 Personen

    1. Liebe Carolin,
      ja ich denke, die Motivation und Euphorie brauchen wir auch, um das wirklich durchzuziehen. Sonst gäbe es ja tausend Gründe, die dagegen sprechen würden. 😅 Und ich wünsche dir und euch, dass es euch eines Tages auch (wieder) möglich sein wird, zu reisen. Ich folge einem Blog von einem norwegischen Ehepaar, die mit 4 Kindern auf Weltreise waren (https://sechspaarschuhe.de/ueber-uns/). Vielleicht inspiriert dich das auch noch etwas. 😇 VG, Kristin

      Gefällt mir

  2. Liebe Kristin!
    Jetzt hat mich die Sehnsucht gepackt! Ich werde den Abend damit verbringen, tolle Orte zu googeln. Und noch ein bisschen auf deiner Seite herumstöbern…
    Tipps für die gesundheitliche Vorbereitung habe ich nicht. Aber solche Pläne und eine solche Reiseleidenschaft ist bestimmt auch gesundheitsfördernd.
    Liebe Grüße
    junakatrin

    Gefällt 1 Person

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