OKF in Blankenförde zum Oldtimer Treffen

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Wie auch in den letzten 2 Jahren sind die Ost-Kraftfahrzeug-Freunde nach Blankenförde zum Oldtimer Treffen „eine Schwalbe macht noch keinen Sommer“ gefahren. Dieses Treffen wird von Hans – einem Kommilitonen von Steven – und seiner Familie zum dritten Mal ausgerichtet. Hans und sein Vater Frank haben eine beachtliche Sammlung an Simson Mopeds und Motorrädern aus den ehemaligen Ostblockstaaten.

Gestartet ist der kleine Konvoi aus MZ RT 125, Jawa 354 und UAZ 469 in Stahnsdorf um 6:15 Uhr. Einen Zwangsstopp mussten wir in Rüthnick bei Herzberg (Mark) machen. Eine große Jawa-Fahne machte uns auf ein Treffen aufmerksam. Seit 10 Jahren wird sich hier getroffen und das Highlight ist eine Ausfahrt mit über 40 Jawas.

9:00 Uhr. Ankunft in Blankenförde. Nach einer kurzen Begrüßung machten wir uns an den Aufbau des Putengrills – und schon zur Tradition geworden – unterstützten wir bei dem Aufstellen der Ausstellungsfahrzeuge. Bei der Ausfahrt unterstützten wir mit dem UAZ und Anhänger als „Besenwagen“. Geboten wurde u. a. ein kleiner Teilemarkt sowie die Präsentation der Ostsee-Umrundung von Hans und seiner Freundin. Diese Tour haben sie diesen Sommer mit einem Dnepr-Gespann und einem Dnepr-Lastenrad absolviert. Tolle Reise mit vielen Erlebnissen. Exklusiv für OKF und Freunde wird es noch einmal in Stahnsdorf erzählt.

Nach getaner Arbeit fuhren wir nochmals eine kleine Runde über die Dörfer mit dem Ziel Leppinsee. Hier wurde ganz stilecht gebadet. Der Rückweg war gespickt von mehreren Abkürzungen und ging auch durch einen Graben – welcher sich leider als zu tief erwies. Der komplett vollgelaufene UAZ wurde von einem Belarus geborgen und in die Werkstatt von Hans‘ Vater gebracht. Hier wurde das Ausmaß begutachtet. Wir öffneten alle Lampen, trockneten die Zündung und die Luftfilter. Eine Rückreise mit dem UAZ per eigene Kraft war in diesem Moment ausgeschlossen. Nach dem ereignisreichen Tag wurden wir zurück ins Lager gefahren.

Neuer Tag, vielleicht neue Erkenntnisse.

Nach einem ausgiebigen Frühstück räumten wir unser Lager und machten uns anschließend auf den Weg zur Werkstatt. Bei dem abendlichen Austausch mit Frank – dem KFZ-Meister – wurde uns geraten, erstmal den Ölmessstab zu begutachten. Das brachte Licht ans Ende des Tunnels… gefühlt 200 % über der Max-Markierung. Alle anderen Flüssigkeiten würden wohl nicht besser aussehen. Der Auspuff war am Vortag auch noch abgerissen und wurde mittels Ölfilterschlüssel fixiert. Zudem sahen wir, dass zwei Feingewindeschrauben am Kardangelenk fehlten. Die Alternative den Werkstattersatzwagen zu nutzen, wurde immer näher ins Auge gefasst.

Aber Matze – selbst UAZ-Fahrer und Mechaniker – kam um 10 Uhr in die Werkstatt und sagte: „Ich hab bis Mittag Zeit. Finger ziehen! Ein UAZ wird nicht zurückgelassen!“. Nach einer kurzen Bestandsaufnahme zur Ersatzteilbeschaffung und Aufgabenverteilung ging es ans Werk: Ablassen aller Flüssigkeiten (Tank, Differenziale, Verteilergetriebe, Getriebe). Mit Hilfe der Anlasserkurbel wurde der Motor auf Leichtgängigkeit überprüft. Hierbei kam noch mehr Wasser aus dem Motor. Ok, wir mussten nochmal spülen. Das hieß aber, der Motor musste laufen. So haben wir Öl aufgefüllt, eine provisorische Kraftstoffversorgung hergestellt, da der Tank noch nicht komplett sauber war. Schaut hier im Video:

Bähm er sprang an!

11:45 Uhr. Jetzt aber ranklotzen! Tank weiter gereinigt, Kardanwelle befestigt, Auspuff geschweißt, Auspuffhalterung erneuert und alle Flüssigkeiten aufgefüllt. Ab zur Probefahrt! Und… bestanden! Wir fahren auf Achse nach Hause!

Angekommen in Blankenförde wurde nicht schlecht geschaut. Anhänger angekuppelt und ab ging die Reise. Nachdem die Jawa jedoch den hohen Temperaturen nicht stand hielt und in den Anhänger verladen wurde, beobachteten wir auch einen außergewöhnlichen Temperaturanstieg beim UAZ. Es reichte wohl nicht mehr aus mit eingeschalteter Heizung zu fahren (zum Glück hatten wir kein Verdeck montiert). Bei einem Zwischenstopp auf der Raststätte haben wir uns das Kühlwasser angesehen und beschlossen den restlichen Weg ab Falkensee über die Landstraße zu absolvieren. Auch mit geringerer Geschwindigkeit und mehr Schattenfahrten ging die Kühlertemperatur jedoch nicht herunter, sondern stieg weiter! Auf der Anzeige erreichten wir über 90 °C. Bei 100 °C hielten wir erneut und wechselten das gesamte Kühlwasser. Das abgelassene Kühlwasser wies allerdings augenscheinlich keine 100 °C auf – wie auch schon vorher vermutet, da es keine Anzeichen von Klopfen oder Dampf gab. Aber auch mit dem neuen Kühlwasser gab es keine Temperaturverbesserung, sondern sogar noch eine Steigerung! Bei der Weiterfahrt zeigte des Thermometer 120 °C an. Jetzt war klar, die Anzeige oder der Sensor ist defekt! Dies hatten wir dann bei Erreichen der Heimat auch nachgemessen. Das Bratenthermometer zeigte kühle 73 °C an…

Hier noch ein Artikel aus dem Nordkurier.

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